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Brandgefahr im Advent

Es ist sehr schön, wenn in der Weihnachtszeit die Kerzen feierlich brennen, doch der leichtsinnige Umgang mit Kerzenlicht kann ein friedliches Weihnachtsfest schneller als man denken kann in ein Flammeninferno verwandeln.

Seien Sie sich der Gefahr bewusst: Wer auf Brände im eigenen Wohnzimmer vorbereitet ist, kann im Ernstfall schnell handeln und Schlimmeres verhindern:

1. Eimer Wasser oder Sand

In der Nähe des Christbaums oder Adventkranzes sollte an den Festtagen immer ein Eimer, entweder gefüllt mit Wasser oder Sand, bereitstehen. Nur so kann man im Ernstfall schnell handeln.

2. Feuerlöscher/Löschdecke
Jedes Familienmitglied sollte wissen, wo sich Feuerlöscher/Löschdecke befinden. Mit der Bedienung des Feuerlöschers (Achtung: muss alle zwei Jahre gewartet werden!) sollte man sich rechtzeitig vertraut machen, denn im Ernstfall ist dafür keine Zeit mehr.

3. Notrufnummern
Wer nach Ausbruch eines Brandes erst hektisch nach den Notrufnummern suchen muss, wird es wahrscheinlich nicht mehr rechtzeitig schaffen, die Feuerwehr zu alarmieren. Daher: Die Nummer 112 sollte sich die ganze Familie einprägen.

4. Christbaum
Kaufen Sie den Weihnachtsbaum erst kurz vor dem Weihnachtsfest und stellen Sie ihn in einem Gefäß gefüllt mit Wasser, möglichst im Freien, auf.

5. Kerzen
Lassen Sie brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt, insbesondere dann nicht, wenn Kinder oder Haustiere mit im Haus sind.

6. Fluchtwege
Diese sollen auf keinen Fall versperrt oder zugestellt sein. Jeder sollte den Weg ins Freie kennen, damit keine Panik aufkommt. Achtung: Im Brandfall keine Aufzüge benützen!

4. Trockene Zweige
Egal, ob an Adventgestecken oder Tannenbäumen, trockene Zweige sind eine große Gefahr. Keine Kerzen anzünden!

5. Richtiger Untersatz
Nur unbrennbare Untersätze unter Kerzen oder Gestecken verwenden.

6. Sicherheitsabstand
Stellen Sie den Christbaum in einem genügend großen Sicherheitsabstand zu leicht brennbaren Materialien, wie Vorhängen, Dekorationen, Möbeln u. Ä., auf.

7. Kinder
Achten Sie bei der Aufbewahrung von Zündhölzern und Feuerzeugen auf jeden Fall darauf, ob Kinder sie in die Hände bekommen könnten. Auch wenn kein Wohnungsbrand entsteht, kann Ihr Kind schwere Verbrennungen erleiden.

Wenn es ernst wird:

  • Wenn möglich versuchen Sie das Feuer selber zu löschen.
  • Gehen Sie aber kein Risiko ein: Wenn Sie das Feuer nicht mehr löschen können,verlassen Sie die Wohnung.
  • Feuerwehr unter der Notrufnummer 112 alarmieren.
  • Wenn möglich: Fenster und Türen zum Brandraum schließen, damit die Frisch-luftzufuhr unterbunden wird.
  • Warnen Sie Nachbarn.
  • Bringen Sie alle in Sicherheit, vor allem Kinder und ältere Menschen.
  • Versuchen Sie, gefährdeten Menschen Hilfe zu leisten.
  • Wer nicht mehr ins Freie gelangt, sollte sich in den nächstliegenden Raum begeben, die Tür schließen, die ins Freie führenden Fenster öffnen und sich mit Rufen bemerkbar machen.
  • Warten Sie auf die Einsatzkräfte und weisen Sie die Retter ein.

Sicheres Basteln im Advent
In der Vorweihnachtszeit gehört es zur Tradition, aus Nadelgehölz, Stroh, Wachs und anderen Materialien Dekorationen für die Advent- und Weihnachtszeit zu basteln. Da es sich dabei vielfach um leicht brennbare Materialien handelt, sind bei der Verarbeitung besondere Sicherheitshinweise zu beachten.

Wachsgießen
Kocher, Kochplatte nie unbeaufsichtigt lassen. Überhitztes Wachs kann zur Selbstentzündung führen. Gaskocher standsicher, auf unbrennbarer Unterlage und nicht in der Nähe von brennbaren Materialien aufstellen. Vorsicht vor Verbrennungen beim Umgang mit heißem Wachs.

Arbeiten mit Dekorationsspray
Spraydosen nicht in Räumen mit offenem Feuer (Kerzen, Feuerzeug, Zigaretten, Gasbrenner) verwenden. Die Treibgase in Spraydosen sind brennbar. Räume nach der Arbeit immer gut lüften. Treibgase und Lösungsmitteldämpfe sind schwerer als Luft und sammeln sich am Boden an. (Explosionsgefahr) Quelle: www.zivilschutz.co.at


Vom Tannenbaum aufs Kreuz gelegt

Wer einen etwas größeren Christbaum erworben hat, steht nicht selten vor dem Problem, wie er das schmucke Weihnachtsutensil nach Hause transportieren soll. Den Tannenbaum beispielsweise aus dem geöffneten Fenster ragen zu lassen, ist keine gute Idee. Das Nadelgehölz behindert nicht nur die eigene Sicht, es kann auch Fußgänger oder Radfahrer regelrecht niedermähen. Verkehrsexperten raten demjenigen, der einen größeren Baum aufstellen möchte, diesen entweder gut verzurrt auf dem Dachgepäckträger oder in einem Auto mit genügend Platz zu transportieren. Durch Umklappen der Rückbank vergrößert sich die Ladefläche einiger Modelle erheblich. Ist das Gewächs immer noch zu groß, darf es bis zu 1,5 Meter aus dem offenen Kofferraum hervorragen. Ab einem Meter Überstand muss aber eine rote Fahne angebracht werden. Der Baum darf die Sicht des Fahrers nicht einschränken und muss vor Fahrtantritt gründlich befestigt werden, damit er bei einer Vollbremsung nicht zum Geschoss wird.