1894, vielleicht auch schon einige Jahre vorher, plante der Gastwirt und Kaufmann Carl Andreas Engels mit gleichgesinnten Männern, die sich bereits wiederholt bei Ausbruch eines Feuers bewährt hatten, eine Gründung der Freiwilligen Feuerwehr in Geseke.

C.A. Engels
Kommandant
1894 - 1912
Er war es, so wird berichtet, der mit dem Schuhmachermeister Johannes Tillmann und dem Kassenrendanten Tönniges den Grundstock zur Geseker freiwilligen Feuerwehr legte und für viele Jahre ihr erster "Kommandant" wurde.
Natürlich waren bis zur Aufstellung der Wehr manche Schwierigkeiten zu überwinden.
Ein großer Brand, der am 27. August 1895 am Osttor im Hause des Schuhmachers und Landwirtes Pape ausbrach, war wesentlich an der nun folgenden Aufstellung einer schlagkräftigen Wehr beteiligt.
Man sagt ja im Volksmund:
" Es ist kein Unglück so groß, das nicht auch den einen Segen brächte. "
Nun kamen die notwendigen Mittel, die zur Ausrüstung der Wehr fehlten, aus vielen Quellen. Versicherungsgesellschaften und die damalige Stadtverwaltung unterstützten die edle Gesinnung der Gründer.
Am 25. November 1895 konnten Kommandeur Carl-Andreas Engels und sein Stellvertreter Tönniges ihre Männer in Uniformen und mit Geräten bei der ersten Übung vorstellen, bewundert und bestaunt von der gesamten Bürgerschaft.
Auf dem Rennenkamp - diese Straßenbezeichnung bezieht sich keineswegs auf die rennende Feuerwehr - an der Ecke der Klettergasse - auch diese Straßenbezeichnung hat nichts mit der kletternden Feuerwehr zu tun - befand sich der erste "Feuerwehrschoppen" unserer Stadt. Ein belgischer Kriegsgefangener, der kurzum Josef genannt wurde, hat im ersten Weltkrieg diesen Schuppen als Steinhaus gebaut. Hier wurden also die "Spritze" und sonstige Feuerwehrgeräte unter Dach und Fach gebracht. Parallel zu diesem "Spritzenhaus" befand sich später noch ein größerer Geräteschuppen auf dem Kaltenhof - heute Calenhof.
Wenn die "Sturm- oder Feuerglocken" zu läuten begannen, spannte der zuerst am "Spritzenhaus" eintreffende Bauer seine Pferde an und erhielt dafür von der Stadt eine geringe Prämie, die immerhin ein Anreiz war, möglichst schnell an die Brandstelle zu gelangen.
Wie heißt es im Schlussvers aus einer Ballade des Detlev von Liliencron:
" ..und was als Kind ich je durchlebt, klingt wieder mir auf allen Wegen.. "
Wie erschreckt und teilnahmsvoll waren doch damals die Menschen, wenn in der Stadt ein Haus brannte und dabei ein Menschenleben gefährdet war. Es muss erwähnt werden, dass es neben den freiwilligen Wehrmännern auch sogenannte "Pflichtwehrmänner" gab, die sich mit einer deutlich erkennbaren Armbinde an der Brandstelle einzufinden hatten. Diese Männer waren "natürlich" zweitrangig und immer der freiwilligen Feuerwehr untergeordnet.
Wer als Geseker Kind hier aufgewachsen ist, hat selbstverständlich manches Feuer miterlebt. Neben und den Fußballspielen, die hier in Geseke immer großen Zulauf hatten, war so ein "Feuerken" eine richtige Sensation. Da lief doch jeder hin und hinderte in erster Linie die Akteure, - die braven Wehrleute - bei ihrem Einsatz.
Im Laufe der Zeit wurden die Geräte der Feuerwehr weiterentwickelt und vervollständigt. Ein großer Schritt war die Erfindung der Pumpe und die Herstellung von Schläuchen. Erst durch sie gelang es, das Löschwasser mühelos und gezielt auf den Brandherd zu bringen.Im ersten Weltkrieg wurde, mit Einsatz von Kriegsgefangenen ein Wasserleitungsnetz im gesamten Stadtgebiet gelegt und mit Hydranten, die an zwei Seiten einen Schlauchanschluss hatten, zweckmäßig für die Feuerbekämpfung, ausgerüstet.

Carl-Andreas Engels sah sein in mühsamer Arbeit aufgerichtetes Werk vollendet und gekrönt, als im Jahre 1911 am Viehtor, ein für die damalige Zeit, modernes Gerätehaus mit Steigerturm errichtet wurde.
Als C.A. Engels auf's "Altenteil" ging, wurde im Jahre 1912 Rechtsanwalt Heinrich Becker sein Nachfolger.

Heinrich Becker
Kommandant
1912 - 1938
Bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges im Jahre 1938, also 26 Jahre über Weltkrieg und bewegte Friedenszeiten, hatte dieser geradlinige Mann die Geseker Wehr geführt. Überhaupt war die hervorragende Disziplin der Wehr Grundlage und Fundament ihrer allgemeinen Wertschätzung in Stadt und Land.
Es gibt einen Bericht über eine Besichtigung durch den Feuerwehrverband, am 20. Juli 1926, der aussagt, dass die Geseker Feuerwehr 68 Wehrmänner zählte. Wehrausrüstung bestand aus zwei Löschzügen mit 12 Steigern, 10 Spritzenmannschaften, 5 Ordnungsmannschaften, zuzüglich der Tambouren und einem Musikzug, sowie einen Sanitäter.
Am 19. November 1934 wurde die Beschaffung einer Alarmsirene für den Luftschutzwarndienst und für die Alarmierung der Feuerwehr beschlossen. Die Kosten betrugen 750,00 RM.
1938 wurde Wilhelm Brock, mit dem Titel "Wehrführer" Nachfolger des Kommandanten Heinrich Becker

Wilhelm Brock
Wehrführer
1938 - 1944
Wie seine beiden Brüder Heinrich und Hermann war er Feuerwehrmann mit Leib und Seele. Seine Berufung in dieses verantwortungsvolle Amt erfolgte nach einer gründlichen Ausbildung bei der Berufsfeuerwehr in Dortmund. Im Jahre 1944 wurde er von höherer Stelle zu besonderen Aufgaben berufen. Ab dieser Zeit folgte Ihm für fünf Jahre, von 1944 -1949 Theodor Vollmer im Amt, der in diesem Zeitraum mit seinen Kameraden unerhörte Einsatzdienste geleistet hat.

Theodor Vollmer
Wehrführer
1944 - 1949
Denken wir nur an die Tage und Nächte des Bombenhagels auf unsere Stadt und an die Zeit, wo ein Teil der Wehr in Gemeinschaft mit der Feuerwehr des Kreises Lippstadt auch im Industriegebiet zu Dienstleistungen herangezogen wurde. Als Theodor Vollmer 1949 sein Amt zur Verfügung stellte, wurde der gewachsene und bewährte Feuerwehrmann Wilhelm Brock zum zweiten mal zum Leiter der Geseker Wehr gewählt und vom Rat der Stadt Geseke in sein Amt bestätigt.

Wilhelm Brock
Wehrführer
1949 - 1963
Es vergingen einige ruhige Jahre, wenn man von den fortwährenden Bränden der "Müllkippe" absieht.

Das Kreisfeuerwehrfest am 24. und 25. Juli 1954 in Geseke, wo eine große Zahl der Geseker Wehrmänner für 25 jährige Treue besonders ausgezeichnet wurden und die Geseker Bevölkerung Gelegenheit hatte, ihre berühmte Gastfreundschaft unter Beweis zu stellen, war ein großes Erlebnis zu dem 900 Feuerwehrleute des Kreises Lippstadt, sowie Abordnungen der Nachbarkreise und die Sanitätskolonne im Festzug marschierten.
1956, konnten 12 Jubilare mit dem Kreuz in Gold für 40-jährige Zugehörigkeit und dem silbernen Kreuz für 25-jährige Zugehörigkeit in der Generalversammlung ausgezeichnet werden. Die Wehr zählte 56 aktive und 156 passive Mitglieder. Die Wehr war stets einsatzbereit.
Der erste Spatenstich
Genau ein Tag vor dem Kreisfeuerwehrfest, am 22. Mai 1960, tat Bürgermeister August Wiehe den ersten Spatenstich zum neuen Feuerwehrgerätehaus am Lindenweg.
In einer kurzen Ansprache wies der Bürgermeister auf die besondere Bedeutung dieser Stunde hin

Hier soll eine neue Stätte entstehen,
die nicht nur der technischen Schulung dienen soll,
sondern auch der geistigen Bildung der Männer
und der Pflege echter Kameradschaft.
Weil das alles für den Feuerschutz so wichtig sei,
hätten Rat und Verwaltung alles getan,
um den jahrelangen sehnlichen Wunsch der Geseker Feuerwehr erfüllen zu können.
Es soll ein schönes und zweckmäßiges Gebäude werden.
Ein Tag der Freude für unsere Feuerwehr wurde der 8. September 1962,
als das neue Gerätehaus am Lindenweg seiner Bestimmung übergeben wurde.

Im Mannschaftsraum des neuen Gerätehauses konnte Bürgermeister August Wiehe eine Reihe von Ehrengästen begrüßen. In einer markanten Ansprache gab er seiner Freude Ausdruck, dass dieses Haus nun vollendet sei und dankte allen Stellen und Personen, die zum Gelingen dieses Werkes beigetragen haben
1963. Oberbrandmeister Kurt Klaffke löst Hauptbrandmeister Wilhelm Brock an der Führungsspitze ab.

Kurt Klaffke
Wehrführer
1963 - 1967
In der am 11. Januar 1963 abgehaltenen außerordentlichen Generalversammlung der freiwilligen Feuerwehr konnte Hauptbrandmeister Wilhelm Brock außer den zahlreich erschienenen Kameraden, Kreisbrandmeister Weferinghaus aus Erwitte und als weiteren Gast den Vertreter der Stadt Geseke, Stadtinspektor Gockel, begrüßen. Da Hauptbrandmeister Brock nunmehr ausscheiden musste, war die Frage des Nachfolgers nicht so leicht zu lösen. Zwei Kameraden kamen als Kandidaten in Frage, die die notwendigen fachlichen Vorraussetzungen erfüllten, da sie beide die Brandmeisterprüfung nach einem Lehrgang, an der Landes-Feuerwehrschule in Warendorf, mit gutem Erfolg abgelegt hatten.
1964 Ehrungen bei der Feuerwehr - 6 Jubilare ausgezeichnet
Für 40 jährige aktive Mitgliedschaft wurden mit dem Feuerwehr- Ehrenkreuz in Gold ausgezeichnet:

v.l. Oberfeuerwehrmann Fritz Drewes, Oberbrandmeister, Heinrich Brock,
Brandmeister Walter Rehbein, Oberbrandmeister Johannes Vorderwülbeke,
Oberfeuerwehrmann Konrad Flick, Brandmeister Franz Brand.
Die Verleihung fand im Feuerwehrgerätehaus, während einer Tagung der Stadt- und Amtsbrandmeister statt.
Zum Schluss der Ehrungen sprach Stadtinspektor Gockel im Namen der Stadtverwaltung den Jubilaren den Dank für ihre Tätigkeit im Dienste am Nächsten aus.
1967 Brandmeister Karl Kiefer Nachfolger von Oberbrandmeister Kurt Klaffke.
Aus beruflichen Gründen legte Oberbrandmeister Kurt Klaffke, in der Versammlung vom 9. Juni 1967 sein Amt als Wehrleiter nieder. Als sein neuer Nachfolger, wurde sein bisheriger Stellvertreter Brandmeister Karl Kiefer von der Versammlung zum neuen Leiter der Geseker Wehr und Brandmeister Alfons Ebbert zu seinem Stellvertreter vorgeschlagen. Der Rat der Stadt Geseke hat beide Vorschläge angenommen und den neuen Leiter der Wehr Karl Kiefer zum Oberbrandmeister ernannt.

Karl Kiefer
Wehrführer
1967 - 1970
Auch der neue Wehrführer Karl Kiefer, musste nach knapp 3 Jahren, sein Amt wieder zur verfügung stellen, da ihn ein beruflicher Wechsel nach Meschede berief. 1970 war es ihm und seinen Kameraden jedoch noch vergönnt, die Vorbereitungen zum 75 jährigen Bestehen der Geseker Wehr durchzuführen. Verbunden mit dem Kreisfeuerwehrtag und Fahnenweihe, war jedoch die offizielle Indienstnahme des neuen Drehleiter-Fahrzeuges DLK 30, der Höhepunkt in seiner Amtszeit als Wehrführer.
1970 Brandmeister Reinhold Farwer übernimmt die Führung der Geseker Feuerwehr.

Reinhold Farwer
Wehrführer
1970 - 1973
Dann beglückwünschte der Ratsvorsitzende den neuen Wehrführer Reinhold Farwer im Namen der Stadt und des Kreises. Er sei gewiss, dass auch dieser aufgrund seines Fachwissens und seiner Einsatzbereitschaft die Geseker Wehr so führen würde, wie es die Zeit und ihre Aufgaben erfordern. Unter kräftigem Beifall seiner Kameraden versprach der neue Wehrführer, die neue Fahne in dem selben Geiste zu tragen, wie man es bei der alten gehalten habe; er selbst wolle der Stadt ein guter Wehrführer sein und sich bemühen, den Feuerschutz noch zu verbessern.
Noch wichtiger als damals
Kreisbrandmeister Weferinghaus stellte zwei Gründe heraus, die Geseker Bürger vor 75 Jahren zur Gründung einer freiwilligen Feuerwehr bewogen; der Wille, dem Nächsten zu helfen und die Erkenntnis, dass zum Helfen-Wollen auch das Helfen-Können gehöre. Die dazu gehörenden intensive Ausbildung sei heute noch wichtiger als vor 75 Jahren.
1973 Oberbrandmeister Alfons Ebbert wird Wehrführer, Brandmeister Heinrich Kehl Stellvertreter.

Alfons Ebbert
Wehrführer
1973 - 1975
Stadtbrandmeister
1975 - 1981
Zum neuen Wehrführer wird Alfons Ebbert und zu seinem Stellvertreter Heinrich Kehl dem Rat der Stadt Geseke vorgeschlagen, da der bisherige Wehrführer Reinhold Farwer sein Amt zur Verfügung gestellt hat. Bürgermeister Heinrichsmeier bedankte sich beim vorherigen Wehrführer Reinhold Farwer für die bisher geleistete Arbeit. Ferner bestätigte er, dass der Rat der Stadt Geseke die Anschaffung eines neuen Löschgruppenfahrzeuges LF 16 genehmigt habe !!!
Die Feuerwehr weist darauf hin, dass eine Stadt dieser Größenordnung, etwa 100 aktive Kameraden haben müsste. Es sind jedoch nur 43 Aktive Kameraden.
1975 Kommunale Neugliederung
Aus der bisher eigenständigen Feuerwehr Geseke wird der
Löschzug 1, Geseke
der Frewilligen Feuerwehr der Stadt Geseke
Die Löschzugführer ab 1975
|
|
|
Heiner Kehl
|
Hans Kemper
|
Franz-Georg Müller
|
|
|
|
Heinz-Ulrich Sternberg
|
Malte Wiesner
|
Meinolf Kettelgerdes
|
1978 Deutsch-französische Städtepartnerschaft zwischen den Städten Geseke und Loos.
Als erste Vereinigungen in Geseke und Loos, gehen die Feuerwehren städtepartnerliche Freundschaften ein. Stadtbrandmeister Alfons Ebbert und Capitan Gaston Tellion vereinbaren erste gegenseitige Besuche in Geseke bzw. Loos. Schnell werden Familiäre Kontakte geknüpft und sprachliche Barrieren durch gemeinsame Unternehmungen überwunden, eine Dauerhafte Bindung angestrebt.
1985 Spielmannszug der Feuerwehr wird gegründet - Perfekt an Schlauch und Querflöte
Sie stellen ihre Freizeit in den Dienst des Nächsten, sind stets zur Stelle, wenn Gefahr droht oder Menschen in Not sind. Doch was viele Hellwegstädter nicht wissen: Bei den Geseker Feuerwehrmännern wird seit kurzem großer Wert auf Ton und Takt gelegt. Alles hat aus einer spontanen Idee heraus begonnen !
Der Besuch eines Konzertes des musiktreibenden Züge des Kreises Soest brachte den Stein ins Rollen. Warum sollte es nicht möglich sein, einen eigenen Feuerwehr-Musikzug auf die Beine zu stellen, war die einheillige Meinung und die Geburtsstunde für den Spielmannzug der Freiwilligen Feuerwehr, Löschzug Geseke hatte geschlagen.
Dass es sich bei dem Vorhaben nicht um eine " Schnapsidee " handelte, sollte schon beim nächsten Kameradschaftsabend deutlich werden. In zwangsloser Runde kam bei einem kühlen Blonden erneut das Thema " Spielmannzug " auf den Tisch. Bereitschaft wurde erkennbar, einige Kollegen zeigten sich lebhaft interessiert, andere aber rümpften die Nase und wehrten ab. Kaum war die Gesprächsrunde auseinander gegangen, da zeigte auch schon der erste, wie ernst es ihm um die "spontane Idee" bestellt war. Kurzentschlossen legte er sich gleich am nächsten Tag eine Pauke zu. "Und damit begann dann auch er Ursprung allen Übels", schmunzelte Gesekes zweiter Stadtbrandmeister Eberhard Nagelmeier im Nachhinein.
Weitere Schritte sollten folgen: Ulrich Oesterwalbesloh und Manfred Jürgensmeier schafften sich ein Becken an, acht weitere Kameraden zeigten sich ihm Umgang mit Querflöte und Trommel nicht unerfahren. Und so sollte dann auch der erste Auftritt vorprogrammiert sein.
Stadtbrandmeister Bernhard Holtkötter feierte seine silberne Hochzeit, für die angehenden Freizeitmusiker war dies ein klarer Fall; Mit Instrumenten "bewaffnet" ging es nach Langeneicke, mit einem Ständchen wollten die Kameraden aufwarten. "Etwas Lampenfieber hatten wir schon", erinnert sich Nagelmeier, doch der Erfolg ermutigte die Musikakteure, weiter zu machen.
Im Laufe der Zeit nahm die ursprüngliche Idee feste Formen an. Regelmäßige Proben standen jeweils Sonntags im Feuerwehrgerätehaus auf dem Plan. Die Zahl der Musikfreunde stieg von Treffen zu Treffen. Weitere Kameraden ließen sich von dem Vorhaben begeistern, so dass bis auf den heutigen Tag18 Blauröcke den guten Ton pflegen.

Ihre Namen:
Josef Peterburs (Stabführer), Josef Gutsch (Pauke),
Ulrich Oesterwalbesloh und Manfred Jürgensmeier (Becken),
Gerhard Göbel, Bernhard Berkemeier, Karl-Heinz Dömer, Eberhard Nagelmeier,
Detlev Kettelgerdes, Malte Wiesner und Helmut Drewes (Querflöte),
Antonius Neuhaus, Ralf Bödger, Franz Grewe sowie Frank Peterburs (Trommel).
Die Mannschaft schien komplett, nur eine Lyra samt Spieler - Bestandteil eines jeden Spielmannzuges - bereitete noch Kopfzerbrechen. So brachten die musiktreibenden Feuerwehrleute ihr Defizit beim diesjährigen Kirmesbummel zur Sprache. "Klarer Fall, ich mache mit ", verkündete Klaus Petrawitz, und zur Freude aller erwies sich der Zuwachs auch als edler Spender, bestückt mit einer funkelnden Lyra, im Türrahmen.
Auf eines legen die Mitglieder des Spielmannzuges großen Wert: "Alle aktiven Musiker müssen auch aktive Feuerwehrmänner sein". Was derzeit noch fehlt, ist ein Tambourstab. Doch auf ihn müssen die musizierenden Geseker nicht lange verzichten. Ein Spender hat sich bereits gefunden. Am Hellwegtag soll der Stab offiziell übergeben werden.
1991 Erstmals Frauen in den aktiven Dienst der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Geseke aufgenommen.
Beim Feuerwehreinsatz stehen Frauen ihrem "Mann".
Bis jedoch diese Schlagzeilen in der örtlichen Presse veröffentlich werden konnten, gab es zwischen der Führung der Wehr und der "Männerdomäne" des 1. Zuges der Freiwilligen Feuerwehr, heftige Diskussionen um die Aufnahme der Frauen in die Wehr. Die Frauen sind freiwillig zur Feuerwehr gekommen und nicht etwa als "Lückenbüßer", weil nicht mehr genug Männer da waren. Genau wie sie wollen die weiblichen Feuerwehrangehörigen in Not geratenen Mitbürgern helfen und keine " Männerdomäne " stürmen. Zumal im Jahre 1975 das Wort "Feuerwehrmann" aus dem Feuerschutz- und Hilfeleistungsgesetz Nordrhein Westfalen in "Feuerwehrangehörige" geändert wurde.
Den Mitbürgern ist es egal, ob ein Feuerwehrmann oder einer Feuerwehrfrau ihm zur Hilfe kommt, wenn er in Not ist.
Hauptsache: Sie bekommen Hilfe.
Männer und Frauen sind nämlich unter dem gleichen Motto eingetreten:
" Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr "





