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Gründungszeit & Werdegang

Nach dem ersten Weltkrieg kam es zu der Entwicklung in den Dörfern, dass immer mehr Beschäftigte außerhalb der Dörfer arbeiteten. Daher waren die meisten Männer tagsüber im Dorf nicht erreichbar. Auch der neue Amtmann Joest hielt die Bildung von freiwilligen Feuerwehren für äußerst schwierig, weil die Männer von früh bis spät arbeiten mussten. Außerdem bliebe für Übungen die notwendige Zeit nicht übrig. Amtmann Joest versuchte im Winter 1924/1925 nach eigenen Angaben eine Feuerwehr aufzubauen. Für ihn kam nur Störmede in Frage, denn zu dieser Zeit zählte der Ort etwa 1100 Einwohner. Aber er stieß nur auf völlige Ablehnung. Wegen der hohen Arbeitslosigkeit und damit der erheblichen Kosten der Gemeinden, gab er den Versuch jedoch wieder auf.

Auf dem Kreis-Feuerwehrverbandstag im Sommer 1925 in Anröchte, wurde beklagt, dass der Kreis Lippstadt bezüglich Freiwillige Feuerwehren, in Westfalen stark zurück stehe. Von den 59 Gemeinden besaßen nur 19 eine Freiwillige Feuerwehr, während in den übrigen, Brandwehren vor Ort waren. Der Landrat richtete daher am 14. Juli 1925 ein Schreiben an alle Amtmänner des Kreises. Dem Amtmann in Störmede wurde aufgegeben, in den Gemeinden persönlich auf Gründung einer Feuerwehr hinzuwirken.

Als der Berichtstermin verstrichen war, erhielt die Amtsverwaltung eine neue Frist bis zum 1. September 1925. Jetzt musste der Amtmann handeln. Im Schreiben vom 19.August 1925 geht hervor, dass er mit dem Kreisbrandmeister Kloeber ein Gesprächstermin vereinbart habe. "Von vornherein kann ich aber sagen, dass die Errichtung von freiwilligen Feuerwehren in den Gemeinden auf große Schwierigkeiten stoßen werde."

Die Besprechung fand am 29. August in Lippstadt statt. Vom Landratsamt nahm auch Regierungs Assessor Dr. Gilka teil. Dieser bewegte Amtmann Joest, einer Vorversammlung zur Gründung einer Feuerwehr zuzustimmen. Diese Versammlung fand am 11. September 1925 um 20 Uhr im Gasthof Kemper statt.

Geladen waren dazu: Gemeindevorsteher Maas, die Gemeindevertreter Frh. von Ketteler, Lehmenkühler, Kissler, Kruse, A. Redder, und Joseph Maas. Vom Tambour-Corps Rottenführer Anton Kölling, von der Fidelia Zementmüller Wilhelm Lehmenkühler und von der Brandwehr Landwirt Anton Gockel-Rixen.

An diesem Abend wurde beschlossen die Gründung einer Feuerwehr ernsthaft anzugehen. Anton Gockel-Rixen, Wilhelm Lehmenkühler und Anton Kölling wurden beauftragt im Ort Werbung zu betreiben um dieses Vorhaben zu verwirklichen.

Am 24. September 1925 konnte der Amtmann dem Landrat mitteilen, dass sich spontan 26 Männer und acht Mitglieder des Trommler - und Pfeifen-Corps bereit erklärt hätten, bei einer zu bildenden Feuerwehr mit zu wirken. Daher wurde für Sonntag 4. Oktober 1925 um 16.30 Uhr eine Versammlung einberufen, die in der Gaststätte Pohle stattfand.

Amtmann Joest hatte gebeten, dass keine fremden Feuerwehrleute erscheinen möchten. Branddirektor Kloeber hielt an diesem Nachmittag einen aufklärenden Vortrag über das Feuerwehrwesen. In dieser Versammlung wurde die Freiwillige Feuerwehr Störmede gegründet. In den Unterlagen ist zu lesen." Eine Vereinigung gesunder und kräftiger Männer und Jünglinge, welche die Ehrenpflicht übernehmen, bei Bränden und anderen Gefahren rasche und energische Hilfe zu leisten".

Auch technische Fragen wurden in dieser Versammlung behandelt. Die Ausstattung von technischem Gerät war vorhanden und konnte von der Feuerwehr übernommen werden. Die Ausrüstung mit Uniformen sah man zunächst als nicht so wichtig an. Eine Uniform sollte 37 RM kosten. In dieser Versammlung stiftete Freiherr von Kettedler gleich drei Uniformen, Gemeindevorsteher Maas erklärte, wenn einer seiner Söhne der Feuerwehr beitrete, werde er ihn ausrüsten.

Bei dieser Versammlung trugen sich 29 Männer in die Meldeliste ein. Gemäß Beschluss des Gemeinderates vom 23. November 1925 übernahm die Gemeinde die Kosten für Anschaffungen, sowie auch den Betrag zur Unfallversicherung, der jährlich 60 Pfennig für ein Mitglied kostete.

Die Wehr umfasste aktive, passive und Ehrenmitglieder. Aktives Mitglied konnte jeder männliche Einwohner, der zum Dienst die erforderliche Befähigung hatte, werden. Passive Mitglieder konnten diejenigen werden, die einen Jahresbetrag von 2 RM entrichteten.

Aufgeteilt wurde die Feuerwehr in vier Abteilungen: Steigerabteilung, zwei Spritzenabteilungen und eine Ordnungsabteilung.

Der Kommandeur, sowie auch die einzelnen Abteilungsführer wurden gewählt. Dies bedurfte aber eine Bestätigung der Aufsichtsbehörde, ebenso die Wahl der Stellvertreter. Die Feuerwehr übernahm sämtliche Löschgeräte sowie auch das Gerätehaus, die aber genauso wie heute, Eigentum der Gemeinde blieben.

Am 23. November 1925 wurde die Satzung vom Landrat genehmigt und ernannte sogleich die Wehrführer.

Brandmeister wurde der Landwirt Anton Gockel - Rixen,
stellv. Brandmeister Schreinermeister Adam Lehmenkühler,
Schriftführer wurde Amtssekretär Johannes Schäfer.

Das Verhältnis der "alten" Brandwehr zur "neuen" Feuerwehr musste in den nächsten Monaten nicht gut gewesen sein. 1926 zählte die Brandwehr noch 170 Mann.

Am 19 April 1926 beschränkte der Landrat mit einer Verordnung die Aufgaben der Brandwehr. Mit dieser Verordnung wurde die Brandwehr zu einer Hilfsabteilung der Feuerwehr umorganisiert. Die neue Feuerwehr hatte mit Stand vom 15. Juli 1926, 42 aktive Mitglieder. Aufgeteilt waren diese in, drei im Vorstand, sieben in der Wassermannschaft, vier in der Steigerabteilung und 28 in der Spritzenmannschaft.

Alarmiert wurde in dieser Zeit durch Horn oder Glockenzeichen. Als Geräte standen zwei Handdruckspritzen, eine Saugdruckspritze und eine Druckspritze zur Verfügung. Ende 1926 übergab die Provinzial - Feuersozietät der Feuerwehr einen Schlauchwagen.

Als Dienstkleidung trug die Feuerwehr eine Art Overall. Die Gemeinde hatte diese Anschaffungskosten übernommen, wobei die Provinzial und die Gothaer Feuerversicherungen einen Zuschuß leisteten.

Am 19. November 1926 schrieb Amtsbürgermeister Joest: "In den übrigen Gemeinden lassen sich keine freiwilligen Feuerwehren bilden, weil diese zu klein sind. Es bestehen nur Brandwehren, die auch heute noch im Stande sind, die an sie herantretenden Aufgaben zu genügen." Im Amt Störmede gab es zu dieser Zeit also nur eine Freiwillige Feuerwehr.

Im gesamten Kreis Lippstadt gab es nach Bericht des Landrats von 1932, 22 freiwillige Feuerwehren und 29 Pflichtwehren.

Aufbau der Amtsfeuerwehr Störmede

Amtsbürgermeister Joest entschloß sich, nachdem es am 3. Juli 1932 bei einem Brand in Mönninghausen zu gewissen Vorkommnissen gekommen war, eine Amtsfeuerwehr zu gründen. Hierzu wählte er die einzige im Amt bestehende freiwillige Feuerwehr Störmede aus.

Aus Mitteln des Amtes sollte sie so ausgestattet werden, daß sie im Schadensfall in den anderen Orten des Amtes tätig werden konnte. Der Landrat, sowie die Provinzial- Feuersozietät, hießen diesen Plan für gut, wobei sie die Anschaffung einer Motorspritze empfahlen und auch finanzielle Unterstützung zusagten.

Am 1. August 1932 beschloß die Amtsvertretung die Freiwillige Feuerwehr Störmede zur Amtsfeuerwehr anzuheben und gleichzeitig ihr die Aufgabe zu übertragen, bei Bränden im gesamten Amtsbezirk den Löschdienst zu übernehmen. Zudem wurde die Anschaffung einer Motorspritze beschlossen. Diese wurde der Feuerwehr Störmede übergeben, blieb aber Eigentum des Amtes. Geliefert wurde diese Spritze von der Firma Meyer in Hagen und kostete 3000 RM. Verschiedene Versicherungen gaben hierzu einen Zuschuß.

Im übrigen Amt Störmede blieben die Brandwehren bestehen. Diese verfügten jeweils über eine Druckspritze mit einem Standrohr. Das Feuerlöschwesen änderte sich im Dritten Reich. Die Feuerlöschverordnung vom 15. Dezember 1933 besagte, daß in allen Orten mit mehr als 500 Einwohner freiwillige Feuerwehren zu bilden seien. In den übrigen Ortschaften waren Pflichtfeuerwehren zu gründen. Die Brandwehren mußten aufgelöst werden. Die meisten Bewohner in Deutschland standen diesem Gesetz positiv gegenüber. Eine nach außen dargestellte Maßnahme der Schutzverbesserung fand durchweg Zustimmung. Der eigentliche Grund der Reichsregierung war, einen umfangreichen Katastrophenschutz für einen angestrebten Krieg aufzubauen. Da die Reichsregierung nicht wußte, wie die gegnerischen Mächte auf die anlaufende Rüstung reagiert, wurden zunächst Schutzvorrichtungen aufgebaut.

Wie in vielen Amtsbezirken ging man auch im Amt Störmede zugig daran, dieses neue Gesetz umzusetzen. Organisatorisch sollte es für den gesamten Amtsbereich nur eine Feuerwehr geben, die als Amtfeuerwehr bezeichnet werden sollte. Die einzelnen Orte sollten Gliederungen mit der Bezeichnung Löschzüge bilden.

Am 20. März 1934 wurde eine neue Satzung der Freiwilligen Feuerwehr des Amtes Störmede beschlossen, diese hatte den Sitz in Störmede. Der Wehrführer wird Anton Gockel - Rixen. Diese Satzung entspricht dem Gesetz über das Feuerlöschwesen vom 15. Dezember 1933 und wirkt im Auftrag des Ortspolizeiverwalters.

Die Organe der Wehr sind:
a) Wehrführer
b) Führerra
c) Mitgliederversammlung.

Die Wehr wird nach dem Führerprinzip geleitet.

Die Amtswehr besteht aus:
Löschzug 1 - Störmede,
Löschzug 2 - Langeneicke,
Löschzug 3 - Bökenförde,
Löschzug 4 - Dedinghausen, Esbeck, Rixbeck,
Löschzug 5 - Mönninghausen,
Löschzug 6 -Ehringhausen.

Anfang 1934 stellten die einzelnen Ortsvorsteher Listen mit Namen der Männer zusammen, die für diese Aufgaben benötigt wurden. Diese wurden schriftlich zu einer Versammlung eingeladen. Dabei trug ein Angehöriger des Kreises das Anliegen vor, worauf sich die meisten freiwillig meldeten.

Da der Dienst in der Feuerwehr vom SA-Dienst befreite, mag es sicherlich für den ein oder anderen ein Grund gewesen sein sich freiwillig zu melden.

Die erste Gründung erfolgte am
9. Februar 1934 in Langeneicke,
10.Februar 1934 Bökenförde,
14. Februar 1934 Mönninghausen.

Dedinghausen, Esbeck und Rixbeck sollten einen gemeinsamen Löschzug bilden, dieser wurde am 21. Februar 1934 aufgestellt. Aber diese Ortschaften erhoben Einwände gegen einen gemeinsamen Löschzug. Die Amtsvertretung stimmte dem bei.

So wurde am 30. Juli 1934 der Löschzug Rixbeck am 09. September 1934 der Löschzug Esbeck und am 17. September 1934 Dedinghausen gegründet.

In Ehringhausen ergaben sich zunächst Schwierigkeiten da die Planstärke von 20 Mann nicht erreicht wurde. Am 16. November 1934 wurde der Ortsvorsteher aufgefordert einen Löschzug einzurichten, da ansonsten eine Pflichtfeuerwehr eingerichtet werden müsse, deren Mitglieder die Amtsverwaltung bestimmen würde. Mit gleichem Datum erging an fünf einzelne Männer die Aufforderung sich freiwillig zu dem Löschzug zu melden, was auch drei umgehend taten. So konnte auch in Ehringhausen ein Löschzug gebildet werden. Da nun mehr Löschzüge gegründet wurden wie ursprünglich geplant, wurden diese in Löschhalbzüge umgewandelt.

Im Herbst 1934 stand die Amtsfeuerwehr in folgender Gliederung:
Wehrführer der Amtsfeuerwehr Störmede:
Anton Gockel - Rixen

Löschhalbzug

1

Störmede

Oberbrandmeister

Johannes Schäfer

2

Störmede

Brandmeister

Anton Wrede

3

Langeneicke

Brandmeister

Franz Meyer

4

Bökenförde

Brandmeister

Wilhelm Eickenbusch

5

Rixbeck

Brandmeister

Anton Jungemann

6

Dedinghausen

Brandmeister

Franz Bödger

7

Esbeck

Brandmeister

Anton Naber

8

Mönninghausen

Brandmeister

Heinrich Hunold

9

Ehringhausen

Brandmeister

Franz Strothe

 

In den kleineren Orten wurden zunächst keine Feuerwehren eingerichtet. Da aber versicherungsrechtliche Probleme auftraten, bestimmte der Landrat am 26. Februar 1936 durch eine Polizeiverordnung, daß in den kleineren Orten des Kreises Pflichtfeuerwehren aufgestellt werden müssten.

Darauf sprach der Landrat am 22. Juni 1937 die Ernennung der Spritzenmeister aus:

Bönninghausen

Bauer

Josef Struwe

stellv.

Arbeiter

Josef Schulte

Eringerfeld

Forstmeister

Heinrich Kneer

stellv.

Gutspächter

Joseph Mollerus

Ermsinghausen

Landwirt

Adam Oel

stellv.

Arbeiter

Karl Kruse

Damit war die Aufstellung der Feuerwehren nach dem Reichsgesetz abgeschlossen.

In Störmede fanden während des Dritten Reiches regelmäßig Übungen statt. Auf dem Schützenplatz errichtete man eigens für diese Zwecke einen Steigerturm. Zu den Übungen wurde per Wehrbefehl aufgerufen. Diesen Aufruf hatten alle Mitglieder Folge zu leisten.

Am 31. August und 1. September 1935 wurde der Technische Feuerwehrtag des Kreises Lippstadt verbunden mit der 10 jährigen Gründungsfeier der Freiwilligen Feuerwehr in Störmede abgehalten.

Mitte 1942 stationierte die Reichsregierung in Störmede ein LLF-8 TSA (Leichtes Löschfahrzeug, Gruppenbesatzung Tragkraftspritzenanhänger) dieses war das erste motorisierte Fahrzeug der Störmeder Feuerwehr, welches in den Kriegsjahren üblich, in Tarnfarbe lackiert war. Das Fahrgestell lieferte Daimler-Benz mit einem 60 PS starken Benzinmotor, der Aufbau war geschlossen. Dieses Fahrzeug diente nicht nur dem Brandschutz im Amt Störmede sondern auch dem erweiterten Katastrophenschutz in näherer und weiterer Entfernung. So wurden bis Ende des Krieges mehrere Einsätze, nach Bombenangriffen, gemeinsam mit anderen Einheiten des Kreises im nahen Ruhrgebiet und im Raum Wuppertal gefahren. Nach dem Ende des Krieges lösten sich die Löschhalbzüge auf und bildeten gleichzeitig in den Ortschaften eigenständige Freiwillige Feuerwehren. Außer in Ehringhausen, denn dort ist es zu keiner Neubildung gekommen.

Aufbau der Feuerwehr nach dem Krieg

Anfang 1946 formierte sich die Feuerwehr Störmede neu. Alle technischen Geräte sowie das Gerätehaus bei "Mutter Anna" konnten ohne größeren Schaden übernommen werden. Selbst das LLF-8 wurde nicht, wie in vielen Orten, von den Alliierten eingezogen. Dieses Fahrzeug stand noch bis 1972 der Feuerwehr zur Verfügung, bis es dann, aus heutiger Sicht, verschrottet wurde.

Der Wiederaufbau in Deutschland ging nach der Währungsreform zügig voran, so musste auch zwangsweise die technische Ausrüstung der Feuerwehr erweitert werden. So wurden im Amt Störmede weitere Tragkraftspritzen angeschafft bzw. umstationiert.

Ende der sechziger, Anfang der siebziger Jahre wurde es doch erforderlich den Fuhrpark der Amtsfeuerwehr zu erweitern. Da aber das Gerätehaus in Störmede nicht über die erforderliche Größenordnung verfügte, beschloss die Amtsvertretung 1962 einen Neubau vorzunehmen.

Bis die Planungen abgeschlossen, Grundstücksfragen sowie Finanzierungen geklärt waren, verzögerte sich der Baubeginn bis 1964.

Als Standort wählte man ein Grundstück am Rande des Ortes in Richtung Langeneicke aus. Dieses Feuerwehrgerätehaus ist seit 1965 das Domizil der Feuerwehr Störmede.

In den sechziger Jahren wurde in Deutschland der Zivile Katastrophenschutz neu aufgebaut. So wurde im Kreis Lippstadt die 25. LS-FB.RWL aufgebaut. Zu diesem Zusammenschluss stellte die Bundesregierung der Feuerwehr in Störmede 1963 ein TLF8 (Bund), mit der Verpflichtung bei Katastrophen und Verteidigungsfällen mitzuwirken, zur Verfügung. Dieses Fahrzeug stand bis 1989 in Störmede und wurde durch ein LF-16TS ausgetauscht.

Da im Amt Störmede zu dieser Zeit noch kein weiteres Tanklöschfahrzeug zur Verfügung stand, beschloss die Amtsvertretung Ende 1963 ein TLF-16 anzuschaffen, welches ebenfalls in Störmede stationiert wurde.

Bis zur Fertigstellung des Gerätehauses wurden beide Neufahrzeuge beim damaligen Amtsbrandmeister Kemper-Wieneke untergestellt. Nach Abschluss dieser großen Investitionen standen der Feuerwehr in Störmede 1965 ein großzügig angelegtes Gerätehaus mit drei Einstellplätzen, Sanitäranlagen, Hausmeisterwohnung sowie ein Schulungsraum, der auch als Sitzungssaal der Gemeindevertretung diente, zur Verfügung.

An Fahrzeugen waren ein TLF-16, ein TLF-8 (Bund), sowie ein LF-8/A (früher LLF-8 TSA) untergebracht.

1960 hegten die Feuerwehrkameraden die Idee, eine eigene Feuerwehrfahne anzuschaffen. Da aber die Feuerwehr über sehr wenig Geldmittel verfügte, entschloss man sich, zur Finanzierung der Fahne ein Preisschießen durchzuführen. Das Ordnungsamt genehmigte dieses Vorhaben. Nach der Aufstellung von Bedingungen und Auflagen wurde dieses Preisschießen vom 17 Dezember 1960 bis 28. Januar 1961 in der Gaststätte Lehmenkühler durchgeführt.

Es folgte nun die Auftragsvergabe zur Erstellung der Fahne. Wenn die Finanzierung auch sehr schwierig war, so hat man sich doch für ein wertvolles und kostbares Stück entschieden, welches noch heute mit Stolz in der Öffentlichkeit gezeigt wird. Die Fahnenweihe erfolgte am Freitag, 23.08.1963 in der Pfarrkirche zu Störmede.