Feuerlöscher retten Menschenleben

Regelmäßige Wartung der Geräte hilft im Notfall. Kreisbrandmeister Kock rät zudem zu Rauchmeldern

Wahre Lebensretter können Feuerlöscher sein. Nämlich dann, wenn im eigenen Haushalt oder in der Firma ein Brand ausbricht. Doch damit diese Helfer im Notfall auch einsatzbereit sind, bedarf es einer regelmäßigen Überprüfung durch geschultes Fachpersonal.Karl Goldmann ist einer von vielen Servicetechnikern, die durch die Lande fahren, um die Tauglichkeit der Feuerlöscher im Zeitabstand von zwei Jahren zu überprüfen. Vor Ort sind es dann immer wieder dieselben Handgriffe, die er an den Geräten vornehmen muss. "Zuerst den Pulverlöscher auf den Kopf drehen, damit das Pulver gelockert wird", erklärt der 53-Jährige den ersten Schritt. "Danach den Löscher einspannen, und das Ventil lösen." Um den Behälter anschließend genauer unter die Lupe zu nehmen, wird das Pulver durch eine Saugmaschine aus dem Löschbehälter gesogen. "Das somit aufgelockerte Pulver wird anschließend wieder eingefüllt und das Ventil zur genaueren Untersuchung auseinander genommen", berichtet Goldmann über das weitere Procedere. Abschließend eine Funktionsprobe, neu versiegelt, fertig.

"Wird diese Wartung regelmäßig durchgeführt, hält ein Feuerlöscher 20 bis 25 Jahre", prognostiziert der Experte.

Auch sein Chef, Klaus Stoltefuß, von der Firma Hagenkordt hält die Anschaffung eines Feuerlöschers für sinnvoll. "Es ist zwar in Privathaushalten keine Pflicht einen Feuerlöscher zu besitzen, dennoch rate ich allen dazu, einen griffbereit im Haus zu haben", so Stoltefuß. Schließlich diene es zur eigenen Sicherheit. "Wenn ich einen Feuerlöscher habe, sollte dieser auch turnusmäßig überprüft werden", so der Fachmann. "Ist die Flasche nur ein wenig undicht, verklumpt das Pulver und der Löscher funktioniert im Notfall nicht."

"Das sind schöne, kleine Geburtstagsgeschenke", erklärt der Soester Kreisbrandmeister Günter Kock und meint damit Feuerlöscher, Löschdecke und Rauchmelder. "Jedem sollte das eigene Leben soviel wert sein, dass er in diese Hilfsmittel investiert", findet der Brandbekämpfer.

Um einen vorbeugenden Brandschutz betreiben zu können, bevorzugt Kock das Anbringen von Rauchmeldern in den eigenen vier Wänden. "Die Melder kosten zwischen zehn und 20 Euro. Nicht zuviel also", berichtet der Kreisbrandmeister, dass er selbst zuhause auf diese "Lebensretter" zurückgreift. Mit Langzeitbatterien ausgestattet, sorgen sie für einen sicheren Schlaf.

Doch auch den Besitz von Feuerlöschern hält der Brandexperte für sinnvoll: "Vor allem auch jetzt in der warmen Jahreszeit, wenn man draußen Garten- und Grillparties veranstaltet, kann es nur von Vorteil sein, einen Feuerlöscher zur Hand zu haben."