Neue Tragkraftspritze zum 75-jährigen Jubiläum

Angehörige des Löschzugs Langeneicke feiern Geburtstag mit großem Fest. Gäste sprechen Dank und Anerkennung für unermüdliches Engagement aus

Stolz können die Angehörigen des Löschzugs Langeneicke auf ihr Engagement in den zurückliegenden Jahrzehnten sein. Seit nunmehr 75 Jahren setzen sie sich für das Gemeinwohl im Eichendorf ein. Aus diesem Anlass feierten sie gestern gemeinsam mit zahlreichen Gästen ein großes Fest.

Mit dem Feuerwehrwahlspruch "Retten, bergen, löschen, schützen" und dem Zusatz "tut gut" würdigte Ortsvorsteher und Landtagsabgeordneter Werner Lohn die Leistungen der Feuerwehrleute. Er erinnerte im Weiteren an die Vielzahl an Bränden - vor allem in den 60er bis 80er Jahren -, bei denen die Langeneicker Wehrkräfte Menschen und Sachwerte schützten. Sicher nicht nur aus Sicht des Ortsvorstehers ein Engagement, das Zufriedenheit und Sinnerfüllung bringt.

Begonnen hatten die Feierlichkeiten zum Feuerwehrgeburtstag bereits am Donnerstag mit einem Tanz in den Mai. Am gestrigen Maifeiertag begann das eigentliche Geburtstagsfest des Löschzugs Langeneicke mit einem Gottesdienst in der St. Barbara-Kirche, der von Pfarrer Thomas Schmidt gehalten wurde. Anschließend zog man mit Ehrengästen und den Kameraden befreundeter Löschzüge unter den Klängen des heimischen Tambourkorps zum Festzelt auf dem Schützenplatz. Dort begrüßte Löschzugführer und Brandinspektor Dieter Horsthemke die Anwesenden und verlas zunächst ein Grußwort des evangelischen Pfarrers Werner Nicolai, der zum Jubiläum nicht persönlich anwesend sein konnte. Bei den Einsatzkräften der umliegenden Ortschaften sowie bei den Vertretern von DRK und MHD bedankte er sich für die stets gute Zusammenarbeit. Sein Dank galt auch den Partnerinnen seiner Kameraden für ihr Verständnis für das Engagement ihrer Männer.

Im Anschluss ergriff Bürgermeister Franz Holtgrewe das Wort, um dem Löschzug eine neue Tragkraftspritze zu übergeben. Damit verband er zugleich die Hoffnung, dass diese möglichst wenig zum Einsatz kommen müsse. Auch ging er auf die zahlreichen Einsätze der Wehr ein, bei denen die Feuerwehrleute im entscheidenden Moment immer sachkundig und schnell zur Stelle waren.

Zum 75-jährigen Jubiläum überreichte der Bürgermeister an Dieter Horsthemke eine Urkunde. Stadtbrandinspektor Malte Wiesner merkte zur Arbeit der Feuerwehr an, dass kein Außenstehender wisse, wie viel Schweiß immer wieder bei Einsätzen und Übungen fließe. Dank für gute Zusammenarbeit sprach im Namen des Kreisfeuerwehrverbandes der stellvertretende Kreisbrandmeister Bernhard Loer aus.

Als Vertreter der Langeneicker Vereine bedankte sich der Kulturring-Vorsitzende Dirk Kahr für die vielfältigen Einsätze der heimischen Wehr und bezeichnete dies als gemeinschaftliches Engagement für die Gesellschaft - und gegen den weit verbreiteten Egoismus. Auch Pastor Thomas Schmidt ergriff nach der Segnung der neuen Tragkraftspritze noch einmal das Wort und unterbreitete den Kameraden das Angebot, nach schwierigen Einsätzen für Gespräche bereit zu stehen.

Im Anschluss an diesen offiziellen Teil warteten Speisen und kühle Getränke auf die vielen Gäste, denen am Nachmittag eine Leistungsschau der Jugendwehr geboten wurde. Weiterhin gingen die Feuerwehrleute in Form einer Ausstellung auf den mitunter lebensrettenden Schutz ein, den Rauchmeldesysteme bieten.

Neben den Langeneickern nutzten auch viele Gäste und Mairadler die Gelegenheit, sich in der Cafeteria zu stärken. Denn dank zahlreicher Kuchenspenden gab es zum Feuerwehrfest auch ein leckeres Kaffeetrinken.