Szenario wie aus einem Hollywood-Thriller

Einsatz- und Krisenstab des Kreises Soest absolvierten im Kreishaus gemeinsam eine vierstündige Übung

Einsatz- und Krisenstab des Kreises Soest haben jetzt im Kreishaus gemeinsam eine vierstündige Übung absolviert. Das Szenario war filmreif und eines Hollywood-Thrillers würdig, so Kreis-Pressesprecher Wilhelm Müschenborn.Starkregen im östlichen Kreisgebiet führte nach dem Übungsdrehbuch zu Überflutungen entlang der Lippe. Im Ortskern von Rüthen-Oestereiden verunglückte zeitgleich ein Tanklastzug, und wegen akuter Explosionsgefahr galt es, den kompletten Ort zu evakuieren. Das toppte die Regie noch, indem sie eine weitere "Katastrophe" einspielte. Danach kam es bei einer Festival-Veranstaltung in Ense-Niederense zu einem Blitzeinschlag in das Dach des Festzelts. Dort waren fiktiv 1500 Menschen verletzt, weitere 3500 Menschen betroffen.

Die rund 25 Einsatzkräfte des Einsatzstabes, der sich aus verschiedenen Führungskräften der Feuerwehren des Kreises sowie aus Mitarbeitern des Rettungsdienstes und des THW zusammensetzt, richteten sich in der Kantine ein und organisierten unter der Leitung von Kreisbrandmeister Thomas Wienecke für die angenommene Großschadenslage regionale und überregionale Hilfe.

Unterstützt wurden sie vom 31-köpfigen Team des Krisenstabs, das in der Befehlsstelle unter der Leitung von Ralf Hellermann, Dezernent für Ordnung, Gesundheits- und Verbraucherschutz, und Dieter Hesse, Leiter der Abteilung Ordnungsangelegenheiten, im Hintergrund Vorkehrungen für die Betreuung der Patienten und die Evakuierungsarbeiten traf.

Hauptaufgabe des Einsatzstabes war die Führung und Koordination der zahlreichen Einsatzkräfte im Schadengebiet. Im angenommen Szenario waren fiktiv mehrere 1000 Helfer eingesetzt. Damit im Ernstfall auch alles reibungslos funktioniert, finden solche oder ähnliche Übungen mehrfach im Jahr statt.

Die Übungsregie mit Thomas Engelbert, Vize-Kreisbrandmeister des Kreises Unna, an der Spitze trieb das Geschehen zum Schluss auf die Spitze, als sie von Undichtigkeiten der Möhnesee-Staumauer berichtete. Dieser Alarm löste sich allerdings später in Wohlgefallen auf, weil laut Drehbuch installierte Sensoren lediglich einen technischen Fehler aufwiesen.