"Wenn es ernst wird, sind wir alle an Bord"

Löschzug Geseke rückt im Jahr 2010 zu 109 Einsätzen aus. Zugführer Meinolf Kettelgerdes befördert Kameraden

Ob bei Bränden oder Rettungseinsätzen, sie haben 2010 stets vollen Einsatz gezeigt, die Wehrleute des Löschzugs I der Freiwilligen Feuerwehr Geseke. So begrüßte der stellvertretende Bürgermeister und Fördervereinsvorsitzende Robert Henneken die Feuerwehrleute bei der Jahresdienstbesprechung im Schulungsraum der Feuerwehr mit den Worten: "Ich wünsche euch, das ihr unversehrt von den Einsätzen zurückkehren werdet. Wer einmal die Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr erhalten hat, der weiß diese zu schätzen."

Sein Dank galt auch für die unzähligen Hochwassereinsätze, die von den freiwilligen Feuerwehrleuten geleistet wurden. Gleichzeitig unterstrich er jedoch auch seinen Unmut über die immer noch Unbelehrbaren, die aus reiner Willkür und nur so zum Spaß die Notrufnummer "112" wählen.

Zuvor hatte Löschzugführer Meinolf Kettelgerdes in seiner Begrüßung darauf hingewiesen, wie wichtig die Arbeit der Kameradinnen und Kameraden sei. Er betonte im Verlauf des Abends nicht ganz ohne Stolz, dass die 56 aktiven Wehrleute, 19 Ehrenabteilungsmitglieder und immerhin 13 Jugendfeuerwehrkameraden eine starke Gemeinschaft bildeten.

"Wenn es ernst wird, sind wir alle an Bord und bestens aufgestellt", sagte Kettelgerdes.

Wie gut sie aufgestellt waren im vergangenen Jahr, ging aus dem Jahresbericht von Markus Fara hervor. Insgesamt wurden 109 Einsätze gefahren, wobei es einen Großbrand, acht mittelschwere Brände und 34 Kleinbrände zu bekämpfen galt. Ebenso wurden sieben Rettungseinsätze und 49 technische Hilfseinsätze gefahren.

Ein wichtiger Bestandteil der Feuerwehrarbeit sei die Prävention, betonte Fara. "Vorbeugungsmaßnahmen in Sachen Brandschutz, sei es im Haushalt oder auch Seminare mit Kindergärten, sind dabei unumgänglich", betonte Fara. Daran hätten sich im vergangenen Jahr sieben Kindergärten mit über 170 Kindern beteiligt. Ebenso wichtig seien die unterschiedlichsten Lehrgänge, wie Atemschutz, Fahrtraining oder Ausbildung zum Notfallhelfer.

"Es ist für uns unerlässlich, uns stetig weiterzubilden und nachzurüsten. Die Aufgaben vor allem im technischen Bereich werden immer umfangreicher. Darum sind Ausbildung und Schulung äußerst wichtig", sagte Markus Fara. Meinolf Kettelgerdes bot einen Ausblick auf Aktivitäten dieses Jahres. Höhepunkte dürften die Leistungswettkämpfe im Mai sowie diverse Jubiläen der Nachbarwehren sein.

Außerdem beförderte er einige Wehrleute: Tobias Koßmann und Timo Reichstein zu Feuerwehrmännern, Martin Blecking, Daniel Oesterwalbesloh, Peter Fraczeck, Benjamin Schulte und Michael Schmidt zu Oberfeuerwehrmännern, Sven Oesterwalbesloh zum Hauptfeuerwehrmann, Sarah Fara zur Unterbrandmeisterin und Mathias Döring zum Unterbrandmeister.