Ausbildung unter Einsatzbedingungen

Einsätze der Feuerwehr erfordern sehr oft den Schutz der Atmung der eingesetzten Kräfte, wegen der an der Einsatzstelle auftretenden Giftstoff-Luftgemische.  Um diesen Gefahren entgegentreten zu können, wurde in den vergangenen Wochen erneut ein Atemschutzgeräteträger-Lehrgang für 14 Feuerwehrfrauen- und Männer der Geseker Feuerwehr in der Ausbildungsstätte des Kreises Paderborn in Büren-Ahden durchgeführt.

Atemschutzgeräte zu tragen bedeutet, schweren körperlichen Anstrengungen ausgesetzt und auch gewachsen zu sein. Daher musste vor Beginn des Lehrgangs eine ärztliche Bescheinigung über den Tauglichkeitsstand erbracht werden.

Das Team um Lehrgangsleiter Heinrich Stüker vermittelte den Lehrgangsteilnehmern ein Wissen über die Bedeutung des Atemschutzes, die Atmung des Menschen, sowie gesetzliche Grundlagen und Einsatzgrundsätze. Nach der theoretischen Ausbildung galt es dann, die erlernten Kenntnisse in der Praxis umzusetzen. Immer wieder bahnten sich die angehenden Atemschutzgeräteträger ihren Weg durch die Atemschutzstrecke die mit vielen Hindernissen, engen Röhren und treppenähnlichen Absätzen ausgestattet ist. Weitere Marathonübungen schafften die Geseker beim Dauerklettern auf einer Endlos-Leiter und beim 200 Meter-Lauf.

Zum Abschluss der Ausbildung konnten die Teilnehmer noch umfangreiche Erfahrungen im "Flashover-Container" sammeln. Diese Anlage ermöglicht es Feuerwehrleuten, die komplexen Prozesse bei Bränden in geschlossenen Räumen zu beobachten. Im Flashover-Container herrschen während der Übung bis zu 850°C im Deckenbereich, in 1 m Höhe werden noch Temperaturen bis 250 °C erreicht. Bei diesen Temperaturen werden den übenden Feuerwehrleuten auch die Grenzen ihrer Schutzkleidung aufgezeigt.