Feuerwehren gehen bei Ausbildung neuen Weg

Ein symbolischer Händedruck zwischen den Leitern der Feuerwehr Anröchte und der Feuerwehr Geseke, Gemeindebrandinspektor Rafael Schmidt bzw. Stadtbrandinspektor Malte Wiesner, besiegelte ein gemeinsames Projekt der beiden Wehren, das zugleich für eine neue Form der interkommunalen Zusammenarbeit steht. Die Brandschützer aus Anröchte und Geseke bilden nun eine Ausbildungsgemeinschaft, um Jugendliche und Erwachsene, ab ca. 17 Jahren, für ihren zukünftigen ehrenamtlichen Dienst in den beiden Wehren in einem Grundlehrgang (Modulausbildung zur Truppfrau/-mann) fundiert zu schulen.

Die Ausbildungsgemeinschaft, betonten die beiden Leiter der Wehr, Schmidt und Wiesner, steht auch dafür, dass jede Feuerwehr ihre Erfahrungen in den theoretischen und praktischen Teil des Lehrgangs einbringt, Synergien genutzt werden und die kameradschaftliche Zusammenarbeit über Ortsgrenzen hinweg gefördert wird.

Für den ersten Grundlehrgang der Ausbildungsgemeinschaft haben sich bereits weit mehr als 20 Interessierte in Anröchte und Geseke angemeldet; weitere Feuerwehrfrauen bzw. -männer in spe können noch gerne ihr Interesse bekunden und Informationen einholen. Dazu stehen auch die beiden Lehrgangsleiter Markus Frisse (Anröchte) und Daniel Mergenmeier (Geseke) gerne zur Verfügung.

"Späteinsteiger" willkommen

Die Unterrichts- und Übungsstunden finden abwechselnd in den Feuerwehrhäusern in Anröchte und Geseke statt. Für die Hin- und Rückfahrten der "Feuerwehr-AzuBis" ist selbstverständlich, so der Lehrgangsorganisator Andreas Sasse (Anröchte), gesorgt. Der Lehrgang startet am Samstag und Sonntag, 20./21. Oktober, mit der Erste-Hilfe-Grundausbildung im DRK-Domizil in Geseke. Danach findet die Ausbildung dann jeweils donnerstags ab 19.30 Uhr ihre Fortsetzung.

Zum Auftakt der Ausbildung werden die Lehrgangsteilnehmer von den beiden Leitern der Wehren und den Ausbildern begrüßt. Keine Frage, dass die Lehrgangsleiter stets als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Der neuen Ausbildungsgruppe Anröchte/Geseke gehören viele Mädchen und Jungen an, die bisher in den Jugendfeuerwehren aktiv waren. In der Jugendfeuerwehr gewesen zu sein, ist allerdings nicht erforderlich, um an dem Lehrgang teilzunehmen; bedeutet, um es locker zu formulieren: Späteinsteiger sind ebenfalls willkommen, so die Leiter der Wehren. Für die interessierten Nachwuchskräfte der Feuerwehr Anröchte ist für Mittwoch, 10. Oktober, 18.30 Uhr, ein vorbereitender Informationsabend im Feuerwehrhaus Anröchte, Robert-Koch-Straße 1, vorgesehen. - gö.