Gefangen in 53 Metern Höhe

Hoch hinaus ging es jetzt für die Einsatzkräfte der Feuerwehr Geseke: Auf dem Werksgelände der Dyckerhoff AG simulierten sie zusammen mit der Höhenrettungsgruppe des Kreises Soest die Rettung dreier Monteure von einem 53 Meter hohen Turm.

Das Übungsszenario: Der einzige Treppenaufgang zum Turm wurde so massiv beschädigt, dass die Arbeiter nicht mehr aus eigener Kraft herunterkamen. Da der Schaden nicht kurzfristig behoben werden konnte, setzte die Feuerwehr Höhenretter ein. Mit Hilfe einer Rettungsbühne näherten sich die Einsatzkräfte den Monteuren. Die Wehrleute ersetzten zu diesem Zweck die installierten Drahtseile durch etwa 150 Meter langes Leinenmaterial.

Die Höhenretter konnten sich so durch die Muskelkraft der Feuerwehrkameraden zum Turm hochziehen lassen. Das Gewicht der Retter und der zu rettenden Personen wurde durch spezielle Techniken umgelenkt. Die Gesamtlast der im Seil befindlichen Personen konnte so reduziert werden, erklärt Michael Menke, Pressesprecher der Feuerwehr Geseke.

"Die enge Kommunikation zwischen Stadtbrandinspektor Malte Wiesner und dem Leiter der Höhenrettungsgruppe, Michael Gärtner, war zwingend notwendig, um eine reibungslose Übung durchzuführen", so der Feuerwehr-Pressesprecher weiter. Als arbeitende Monteure hätten sich drei Geseker Feuerwehrleute zur Verfügung gestellt. Sie konnten rasch vom Turm zum Boden abgeseilt werden.

Im Anschluss besprachen die teilnehmenden Rettungskräfte das Ergebnis der Übung. Die Zusammenarbeit der Höhenrettungsgruppe und der lokalen Feuerwehr habe gut funktioniert, zogen die Einsatzkräfte schließlich Bilanz.