Öl läuft in Kanalisation

Ausgelaufenes Öl aus einer ausgebauten Heizungsanlage hat am Dienstagabend für einen Großeinsatz der Geseker Feuerwehr gesorgt. Gegen 19.30 Uhr stellten Anwohner der Haholdstraße in ihrem Häusern und im Freien eine Geruchsbelästigung fest. Wie Feuerwehr-Sprecher Michael Menke berichtete, vermuteten die Anwohner einen Gasunfall und alarmierten daraufhin die Einsatzkräfte. Der Löschzug Geseke und der herbeigerufene ABC-Zug aus Störmede sperrten den Bereich großräumig ab und nahmen mit einem Gasmessgerät die Untersuchungen auf. Erhöhte Werte wurden laut Menke nicht festgestellt. Dafür entdeckten die 43 Einsatzkräfte aber einen Ölfilm in der Abwasserkanalisation. Der führte die Feuerwehr bis in den Kapellenweg, wo sie auf einem Anhänger ausrangierte Öltanks vorfand.

Die Untere Wasserbehörde des Kreises Soest nahm die Ermittlungen auf. Wie Kreis-Pressesprecher Wilhelm Müschenborn mitteilte, stellte ein Mitarbeiter der Behörde fest, dass der Sohn eines Grundstückseigentümers am Kapellenweg die alten Heizöltanks ausgebaut und den Keller mit einem Hochdruckreiniger gesäubert hatte. Geringe Mengen Öl seien so in die Kanalisation gelangt.

Gefahr war laut Müschenborn nicht im Verzug. Das Wasser lief geordnet Richtung Klärwerk ab. Es wird nun geprüft, ob sich der Verursacher wegen einer Ordnungswidrigkeit verantworten muss.