Atemschutz ist jetzt Kreissache

Geringerer Zeit- und Kostenaufwand, erhöhte Leistungsfähigkeit: Beides erhoffen sich die Stadt Geseke und die heimische Feuerwehr durch eine am Donnerstagabend vom Stadtrat einstimmig abgesegnete öffentlich-rechtliche Vereinbarung zur Gründung eines kreisweiten Atemschutzbundes. Anschaffung und Wartung der Atemschutzgeräte sowie Haftungsfragen sollen gemäß der Vereinbarung ab Oktober 2015 zentral vom Kreis-Rettungszentrum in Soest aus gesteuert werden. Wie aus der Beschlussvorlage des Rates hervorgeht, zählt die 160 aktive Mitglieder starke Feuerwehr Geseke derzeit 78 Atemschutzträger. Kreisweit sind es 1200. Die arbeitsintensive Wartung der Geräte sowie die zeitaufwändige Schulung der Träger verlief bislang dezentral und bedeutete eine hohe Belastung für die ehrenamtlich tätigen Einsatzkräfte. Die Pool-Lösung, die vorbehaltlich der Zustimmung der politischen Gremien von 13 Kommunen im Kreis begrüßt wird - nur Werl beteiligt sich nicht - soll nun Abhilfe schaffen. "Wir finden das sehr sinnvoll. Das sorgt für Synergieeffekte", betonte Bürgermeister Remco van der Velden. Im städtischen Haushalt 2015 stehen 80 000 Euro für den Kauf von 52 Atemschutzgeräten inklusive Zubehör im Rahmen der neuen Atemschutzvereinbarung bereit. Die Ausschreibung erfolgt nun zentral durch den Kreis. Der auf die Stadt Geseke jährlich entfallende Aufwand für Wartung und Geräte-TÜV wird zukünftig 15 600 Euro betragen. Der Patriot - Geseker Zeitung