Landrätin Eva Irrgang spricht bei Neujahrsempfang Dank und Anerkennung aus

Nicht mit Applaus sparten die Anwesenden beim Neujahrsempfang der Feuerwehren, der Hilfsorganisationen (HiOgs) DLRG, DRK, THW, Malteser und der Polizei, als Landrätin Eva Irrgang in ihrer Ansprache betonte: "Der Kreis Soest steht auch in den nächsten sechs Jahren zu den Feuerwehren. Sie können sich auf ihre Landrätin verlassen." Als perfekter Gastgeber für die Verantwortlichen der 14 kommunalen Feuerwehren und der Hella Werkfeuerwehr sowie HiOgs fungierte die Firma MeisterWerke.

Das Unternehmen repräsentierten bei der Veranstaltung Seniorchef Johannes Schulte und sein Sohn Guido Schulte. Unter den Gästen des Neujahrsempfangs begrüßte Kreisbrandmeister Thomas Wienecke auch Bezirksbrandmeister Hartmut Ziebs aus Schwelm.

Eva Irrgang erinnerte am Sonntagvormittag, 18. Januar 2015, an eine Vielzahl von Einsätzen und Hilfeleistungen, zu denen die Feuerwehren im Kreisgebiet im Verlauf der zurückliegenden zwölf Monate ausrückten. Dabei standen die Brände, unter anderem der Gondel in 70 Meter Höhe einer Windkraftanlage, in der Schlosserei der JVA in Werl, eines Fachwerkhauses in der Lippstädter City sowie ein Chemieunfall in einer Wickeder Firma und nicht zuletzt eine gefährliche Verpuffung in einem Trockenmilchwerk in Lippstadt im Fokus. Nicht unerwähnt ließ die Landrätin in ihrer Bilanz, dass Einsatzkräfte aus dem Kreis nach Unwetterlagen im Münsterland und sogar in der Landeshauptstadt Düsseldorf ausrückten, um Hilfe zu leisten und die dortigen Kameraden zu unterstützen.

Mit Blick auf die Kreisebene stellte Eva Irrgang heraus, dass nunmehr der Digitalfunk und auch die Alarmierung mit dieser modernen Technik vollends in den 14 Kommunen ihren Einzug halten werde. Die technischen Weichen sind gestellt. Nicht unerwähnt ließ sie die Leistungsnachweise des Kreisfeuerwehrverbandes, bei denen erstmals neben Gruppen auch Staffelbesatzungen (sechs Einsatzkräfte) teilnehmen konnten.

Die Feuerwehr Lippstadt, respektive die Jugendfeuerwehr Lippstadt, richteten das traditionelle Pfingstzeltlager für den Brandschützer-Nachwuchs aus. Mehr als 600 Kinder und Jugendliche und mehr als 150 Betreuerinnen und Betreuer waren in der Lippestadt zu Gast und verlebten gelungene Tage in bester Kameradschaft.

Bezirksbrandmeister Hartmut Ziebs stellte mit Zufriedenheit fest, dass die Feuerwehren für die "Herausforderungen für die Zukunft gut gerüstet seien, um stets effektive und schnelle Hilfe zu leisten." Mit den Worten "nur der Bund zickt noch herum" kritisierte er die Bundesregierung in Berlin. Er ärgerte sich über fehlende Investitionen beispielsweise angesichts überalterter Fahrzeuge, die für den Katastrophenschutz nach wie vor in den Feuerwehr-Einheiten stehen, aber mitunter gar nicht mehr richtig einsatzbereit sind. Diesbezüglich seien neue und moderne Fahrzeuge dringend vom Bund anzuschaffen.

Zum höchst aktuellen Stichwort "Integration in Reihen der Feuerwehren" rief der Gast aus Schwelm die Leiter der Wehren dazu auf, verstärkt die Aufnahme von Migranten und Frauen, auch aus Eigennutz als eine Antwort auf die Demographie aufzunehmen und auszubilden. Hartmut Ziebs nutzte seine Rede auch dazu, um auf ein weiteres Problem aufmerksam zu machen. Immer häufiger komme es vor, dass Einsatzkräfte von Feuerwehren und der HiOgs bei ihren Hilfeleistungen tätlich angegriffen würden und mitunter auch Verletzungen davon tragen. So seien in der zurückliegenden Silvesternacht Feuerwehrkräfte mit Feuerwerksraketen beschossen worden.

Kreisbrandmeister Thomas Wienecke trat ebenfalls mit Zufriedenheit ans Mikrofon. Er verwies darauf, dass die Feuerwehren und die Kreisverwaltung gemeinsam viele gesteckte Ziele erreicht habe. Längst nutze man kreisübergreifend Synergien erzielt, unter anderen in Sachen ABC-Umgang mit Gefahrstoffen. Die Bildung und Führung würden stark gefördert. Beispielhaft hob der Kreisbrandmeister die Arbeit des Presseteams des Kreisfeuerwehrverbandes Soest hervor. Als bundesweites Leuchtturmprojekt gelte die eigene Feuerwehr-Zeitschrift "Florian Kreis Soest aktuell", deren aktuellste Ausgabe gleich verteilt wurde.

Wienecke verwies auch darauf, dass ein Regio-Bahn-Konzept auf den Weg gebracht und die Probleme mit der Unfallkasse in den Griff bekommen worden seien. Die Spitze der Jugendfeuerwehr auf Kreisebene mit den Jugendwart Lars Suckrau aus Bad Sassendorf sowie Kersten Reinke aus Lippstadt und Marius Papenbrock aus Lippetal sei neu und zukunftsweisend formiert worden.

Gastgeber Johannes Schulte und Guido Schulte stellten den Gästen ihre Firma vor. Die MeisterWerke beschäftigen derzeit 651 Menschen. Das Werksgelände erstreckt sich auf einem Areal von 47 Hektar; davon sind 27 Hektar "unter Dach", so Johannes Schulte. Die MeisterWerke stünden unter anderem für Hartbodenbeläge aller Art, Parkett und Laminat. Auch sei man am Markt mit verschiedenen und vor allem innovativen Weltneuheiten vertreten.

Der Neujahrsempfang diente primär auch für Begegnungen und Gespräche sowie dem Vertiefen und Knüpfen von Kontakten. Ebenso wurden Erfahrungen ausgetauscht.

Kreis Soest, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit