Wenn ein Gebäude in Flammen steht, muss die Feuerwehr schnell handeln. Besonders dann, wenn Menschenleben in Gefahr sind. Damit die Retter auch in brenzligen Situationen einen klaren Kopf behalten, haben die Löschzüge Geseke und Störmede am Mittwochabend den Ernstfall simuliert. Unter nahezu realen Bedingungen führten sie im Haus-Maria-Altbau eine Übung durch.

Dabei ging es vor allem darum, die Ausrüstung und das technische Equipment praxisnah zu testen, erklärt Feuerwehr-Sprecher Michael Menke. Die Umstände, mit denen Einsatzkräfte bei einem Brand konfrontiert werden, machten eine schnelle Rettung oft schwer. „Hohe Temperaturen, schlechte Sicht und die Unwissenheit, wie das Gebäude ausgestattet ist, sind nur ein paar der Faktoren, die bei der Menschenrettung behindern können“, so Menke. Um kritische Situation durchzuspielen, sei das mehrgeschossige Gebäude daher ein idealer Schauplatz gewesen.

Die Übungsleiter vernebelten zwei Etagen so stark, dass die Einsatzkräfte nicht mehr die Hand vor Augen sehen konnten. Aufgabe war, vier Menschen – in diesem Fall Feuerwehrleute, die sich im Gebäude versteckten – zu retten. Dazu rüsteten sich mehrere Trupps mit Atemschutzgeräten und dem notwendigen Equipment aus. Mit ungefähr 25 Kilo zusätzlichem Gewicht rückten die Wehrleute vor. Mit dabei hatten sie auch zwei Wärmebildkameras. Gerade, wenn die Sichtverhältnisse schlecht sind, helfen sie bei der Suche nach eingeschlossenen Personen.

Dennoch galt es für die Trupps, jeden Raum systematisch abzusuchen. Parallel zur Menschenrettung positionierten sich mehrere Einsatzfahrzeuge vor dem Altbau. Dazu zählten die Drehleiter und ein Hochleistungslüfter, der das Haus mit Frischluft versorgte. Während der ganzen Übung hielten die Atemschutztrupps die Kommunikation mit dem Einsatzleiter Ralf Harrenkamp aufrecht. Nach etwa einer Stunde waren die vier Personen gefunden und das Gebäude belüftet. Der Patriot - Geseker Zeitung