Bei den Wehren in guten Händen

"Auf die Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Soest können sich die Menschen der Region bei Tag und Nacht verlassen. Bei ihnen sind sie jederzeit in guten Händen." Dieses Resümee hat Fraktionsvorsitzender Wilfried Jäger nach einem Besuch der SPD-Fraktion des Soester Kreistages im Rettungszentrum in Soest und einem informativen Gespräch mit Kreisbrandmeister Thomas Wienecke gezogen.

Immerhin stehen nach Auskunft von Wienecke im Kreisgebiet bei den 14 Feuerwehren "vor Ort" insgesamt 3 527 Mitglieder für den Ernstfall bereit. Den Menschen zu helfen, sei dabei die "Hauptantriebsfeder", unterstrich der Kreisbrandmeister. Auf diese Ehrenamtlichkeit bauten auch in Zukunft sowohl die Menschen in den Städten und Gemeinden als auch die Politik, unterstrich der ordnungspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Erwin Koch.

Das Feuerwehrwesen befinde sich jedoch in einem "extremen Wandel", berichtete der Kreisbrandmeister, so dass vieles kaum noch ehrenamtlich geleistet werden könne. Deshalb beschreite man zielgerichtet den Weg einer interkommunalen Zusammenarbeit, um Synergien stärker zu nutzen. "Wir liegen hier auf der richtigen Spur", so Wienecke, er stelle sich aber dennoch immer die Frage nach offenen Defiziten. Schließlich müsse man in der Gefahrenabwehr jederzeit effektiv sein und Hilfe leisten können.

Dabei habe sich die Kooperation unter den einzelnen Wehren als äußerst positiv erwiesen. Beispielhaft nannte Wienecke die Zusammenführung der ABC-Züge in vier Verbünde, den Einsatz des Messleitfahrzeuges auch auf der Ebene des Regierungsbezirks und schließlich den Atemschutzverbund, der nach den Worten von Erwin Koch zu den "größten Innovationen" zähle und wirtschaftliche Einsparungen mit sich bringe.
Um in Katastrophenfällen jederzeit flexibel reagieren zu können, stellten die Feuerwehren des Kreises Soest ständig gemeinsame Überlegungen an, erläuterte der Kreisbrandmeister. Wo sich "Lücken" zeigten, wie bei eventuellen Stromausfällen, müssten diese geschlossen werden. Hier werde man sich nicht auf die Masterpläne der Energiewirtschaft verlassen, sondern eine verbesserte Einspeisung von Notstrom anstreben. Nach Überzeugung des SPD-Ordnungssprechers Koch werde ein entsprechender Ansatz im Haushalt mithelfen, dieses Vorhaben zu optimieren.

Schließlich kündigte Wienecke an, weiterhin die Zusammenarbeit unter den Kommunen zu pflegen und mit den Bürgermeistern über den gemeinsamen Einsatz und die technische Gerätschaft zu sprechen. "Das ist der richtige Weg", so SPD-Fraktionsvorsitzender Jäger. Kreisbrandmeister Wienecke erweise sich hier als "Betreiber einer vorbildlichen interkommunalen Zusammenarbeit", lobte der Sprecher und sicherte der Feuerwehr weiterhin Unterstützung bei ihrer verantwortungsvollen Aufgabe zu.

Der Patriot - Geseker Zeitung