Feuerwehrhäuser zusammenlegen?


Interne Überlegungen. Sorge um Nachwuchs

Geseke    Für eine Überraschung sorgte am Montag eine Pressemitteilung von Langeneickes Ortsvorsteher Werner Lohn. In einem Bericht über die Jahreshauptversammlung der Ortsunion Langeneicke/Ermsinghausen kamen Pläne zur Sprache, die Feuerwehrhäuser von Geseke und ihren Ortsteilen an einem zentralen Ort zwischen Geseke und Störmede zusammen zu legen.

Die Größe der Feuerwehrhäuser sind in etlichen Löschgruppen im Kreis Soest problematisch geworden. Vorschriften regeln den Mindestabstand zwischen den abgestellten Fahrzeugen und auch die Pflege und Wartung der Gerätschaften wie beispielsweise die Atemschutzgeräte benötigen entsprechend Platz. Und der ist mitunter knapp, sind doch die Häuser teilweise mehrere Jahrzehnte alt und halten angesichts der gewachsenen technischen Ansprüche als auch den Vorschriften zum Arbeitsschutz nicht mehr mit. Wehrleiter Florian Nagelmeier bezeichnete die Gedankenspiele auf Anfrage der Redaktion als „rein interne Überlegungen“.

Dass die Feuerwehren nur durch Präsenz in den Orten Nachwuchs werben können, ist darum auch die Überzeugung der Langeneicker. „Die Vertreter der Löschgruppe Langeneicke und die Ortsunionsversammlung waren sich einig, dass Stützpunkte am Wohnort für die Gewinnung von Nachwuchs bei den Freiwilligen Feuerwehren nahezu unverzichtbar sind“, berichtet Lohn. „Freiwillige Feuerwehren können nur funktionieren, wenn ein Gerätehaus im Dorf ist. Zentralisierung mag kostengünstiger sein, aber was nützt einem eine große Feuerwehrzentrale, wenn man keine Feuerwehrleute mehr hat?“, schreibt er in seiner Presse-Mitteilung.

Letztlich ist es eine Frage des Geldes: Die Stadt ist für die Ausstattung ihrer Feuerwehr verantwortlich.

Der Bericht über die Versammlung der Ortsunion folgt.

Der Patriot - Geseker Zeitung vom 11.04.2017