Banger Blick nach Mönninghausen

Die vollgesogenen Böden im Nordwesten von Geseke bekamen durch das Gewitter am Mittwochvormittag den Rest. Mit Hilfe von Sandsäcken und einer Pumpe mussten die Löschgruppen aus Langeneicke und Mönninghausen eine Scheune in Ehringhausen wieder trockenlegen: Wasser suchte sich von einer überfluteten Wiese den Weg durch das Gebäude und bedrohte auch ein benachbartes Wohnhaus. Rasch wurde man der Fluten wieder Herr.

Vorsorglich füllte die Feuerwehr am Geseker Bauhof 100 Sandsäcke, um bei weiteren Niederschlägen gewappnet zu sein. „Wir hoffen, dass wir sie nicht brauchen werden“, so Feuerwehr-Pressesprecher Michael Nagelmeier. Dennoch lugte die Wehr am Mittwoch sorgenvoll zum tiefer gelegenen Mönninghausen. Hier standen zahlreiche Felder unter Wasser, die vollen Gräben konnten die Fluten kaum bewältigen. Die ersten Maßnahmen für den Hochwasserschutz, wie Vergrößerung einiger Durchläufe und frei gehaltene Gräben, zahlten sich schon aus, so Nagelmeier. 2007 kam es hier zweimal zu Überflutungen des Ortskerns.

Ingesamt rückte die Geseker Wehr zwischen 6.16 Uhr und 10 Uhr zu sieben sturmbedingten Einsätzen aus, um umgestürzte Bäume und herumfliegende gelbe Säcke von den Fahrbahnen zu räumen. Der Schwerpunkt lag dabei laut Nagelmeier klar auf dem Bereich der Kernstadt. In der Straße „In den Erlen“ beschädigte ein umgestürzter Baum eine Telefon-Freileitung.

In Anröchte hingegen gab Wehrleiter Rafael Schmidt Entwarnung. Bis zum frühen Nachmittag gab es keine Alarmierung für die Feuerwehr. „Nach mehreren Einsätzen zwischen den Feiertagen wurden wir sowohl Silvester als auch bislang beim Sturm verschont“, so Schmidt.

Anders sah es für die Einsätzkräfte der Feuerwehr Erwitte aus. Dort rückte der zweite Verband kurz vor 7 Uhr nach Ebbinghausen aus, um einen Baum von der Straße zu entfernen. Bereits kurz danach gab es Alarm in gleicher Sache für die Löschzüge Erwitte und Bad Westernkotten, diesmal im Kurort, wie der stellvertretende Leiter der Wehr, Stephan Köchling, berichtet. Und auch am Nachmittag rückte die Wehr nach Bad Westernkotten und Ebbinghausen aus, um Bäume von Wegen zu entfernen.

Generell zählte die Soester Kreisleitstelle der Feuerwehr bis zum späten Nachmittag kreisweit 38 Einsätze. Relativ flächendeckend und ohne besonderen Schwerpunkt ging es im Wesentlichen darum, Bäume von Straßen und Wegen zu entfernen.

Unterdessen kam es laut Polizei gegen 16.15 Uhr zu einer Explosion in einem Stromverteilerkasten in Bad Sassendorf. Ob es sich um einen Vorfall im Zusammenhang mit dem Sturm handelte, stand zunächst nicht fest. In weiten Teilen des Kurortes fiel der Strom aus. Die Feuerwehr löschte den Brand. Wie eine Sprecherin des Energieversorgers Innogy auf Nachfrage erklärte, sei die Stromversorgung nach einer halben Stunden wiederhergestellt worden. Die Ursachensuche laufe.

Der Patriot - Geseker Zeitung