Keller laufen voll – und einer brennt

Wer eine Wasserpumpe hat, konnte sich am Dienstagnachmittag in Geseke glücklich schätzen. Alle anderen mussten nämlich mit Schüppe, Feudel und Eimer gegen die Wassermassen ankämpfen.

Von Frederick Lüke
und Ulrike Dietz

Beim starken Unwetter – im Geseker Stadtgebiet galt laut Deutschem Wetterdienst die Warnstufe Rot – liefen am Nachmittag zahlreiche Keller voll. Feuerwehr-Sprecher Michael Voß sprach zunächst von 20, später dann von mehr als 37 Einsätzen – Grund genug für einen Sirenenalarm.

Vor allem der Bereich der Carl-Goerdeler-Straße im Westen der Stadt sowie in der Wilhelm-Lorenz-Straße im Norden verzeichnete die Feuerwehr die meisten Einsätze. Weil der Regen gleichzeitig mit Massen an Graupel fiel, setzten sich kurzzeitig Gullys und Abläufe zu: Das Wasser stieg binnen Minuten und fand so einen Weg in die Keller.

Kurios: Inmitten der zahlreichen Einsätze wurde plötzlich Feueralarm gegeben. Aus dem Keller eines Hauses in der Bachstraße 29 quoll Rauch hervor. Rasch musste die Wehrleitung umdisponieren und Kräfte am neuen Einsatzort zusammenziehen. Unter Atemschutz drangen die Trupps vor, um die Brandursache zu lokalisieren – eine schwierige Aufgabe in unbekanntem und zudem verrauchten Terrain. Vor allem den Gas-Hahn galt es zu finden. Per Lüfter wurde der Qualm nach außen gedrückt. Nachdem zunächst ein brennender Trockner als Auslöser vermutet wurde, stellte sich schließlich heraus, dass die Heizung aus unbekannter Ursache Feuer gefangen hatte. Während des Einsatzes war die Bachstraße für den Verkehr gesperrt.

Geseker Zeitung - Der Patriot