112 im Kreis: Alle sechs Minuten ein Notruf

In der Rettungsleitstelle des Kreises gingen 2019 insgesamt 83.438 Notrufe über die Notrufnummer 112 ein. „Daran wird deutlich, wie vielen Menschen dank 112 in Notsituationen geholfen werden konnte“, betont Kreisdirektor Dirk Lönnecke, zuständiger Dezernent für Feuer- und Katastrophenschutz.

Der 11. Februar ist europaweiter Notruf-Tag. Seit 2009 gilt in allen EU-Staaten die 112 als Notrufnummer. Man muss nicht mehr nach länderspezifischen Notrufnummern suchen - die 112 genügt. In den meisten Fällen ersetzt sie nicht bestehende nationale Notrufnummern, sondern ergänzt sie. Mit dem jährlichen Aktionstag soll die Leben rettende Rufnummer noch bekannter werden.

Das Anrufaufkommen, rechnet man Krankentransport, Amts- und Behördenleitungen zusammen, lag bei 140.351. Macht in Summe 223.789 Anrufe, die von den Disponenten der Leitstelle zu bearbeiten waren. 47.926 Rettungswageneinsätze, Notarzteinsätze oder Krankentransporte (Vorjahr: 46.673) zählten die Mitarbeiter. Außerdem wurden 3.434 Einsätze der Feuerwehr (Vorjahr 3.481) über die Rettungsleitstelle des Kreises ausgelöst und abgewickelt.

Leider gibt es aber auch eine Kehrseite dieser Medaille: Viel zu häufig wird der Notruf „aus Jux und Dollerei“ gewählt. Gerade Jugendliche rufen diese Notrufnummer in missbräuchlicher und böswilliger Absicht oder einfach nur aus Langeweile an. Kreisdirektor Dirk Lönnecke appelliert deshalb: „Wir können dankbar sein, dass wir ein so gutes und reibungslos funktionierendes Notrufsystem haben. Wenn dieses jedoch aus Langeweile missbraucht wird, hört der Spaß auf.

Notrufmissbrauch ist strafbar. Denn diese unnötigen Anrufe können unter Umständen auch die Leitungen blockieren, wenn jemand wirklich einen Notfall melden muss und auf Hilfe angewiesen ist. Daher drohen bei Missbrauch Geld- oder Freiheitsstrafen, und das dürfte zusätzlich Grund genug sein, diese Späße zu unterlassen.“