Offizielle Übergabe der neuen Drehleiter

Ihren Dienst aufgenommen, hat nun die neue Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Geseke. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde in Warstein wurde das Fahrzeug offiziell übergeben.

Bei der neuen Drehleiter handelt es sich um eine Drehleiter mit Korb, im Fachjargon DLA(K) 23/12. Die Leiterlänge beträgt 30 Meter. Besonderheit ist der sogenannte abknickende Leiterpark, der u.a. einen schnelleren Einstieg in den Rettungskorb und eine deutlich bessere Anleiterbarkeit an Gebäuden ermöglicht. Der Rettungskorb hat eine Nutzlast bis 500 Kilogramm. Im Vergleich: Die alte Drehleiter hatte eine Nutzlast von lediglich 300 Kilogramm. Zudem verfügt die Drehleiter nun über einen fernsteuerbaren Monitor zur Wasserabgabe von 1.600 Litern pro Minute, so dass sich nicht mehr zwingend eine Einsatzkraft im Korb und so auch nicht unbedingt im Gefahrenbereich aufhalten muss. Drei Kameras erleichtern die Bedienung und bieten eine entsprechende Übersicht für den Maschinisten. Zur Ausleuchtung sind ferner mehrere Scheinwerfer mit LED-Technik installiert.

Eigentlich sollte die neue Drehleiter erst nach ihrer offiziellen Übergabe zu ihrem ersten Einsatz kommen. Doch daraus wird nichts: Bei einem Dachstuhlbrand vor wenigen Tagen in Störmede waren einige Kameraden der Feuerwehr gerade zufällig zur Ausbildung mit dem 290 PS starken und 16 Tonnen schweren Fahrzeug unterwegs und konnten so direkt die Einsatzstelle anfahren. Die Feuertaufe hat die Drehleiter also bereits hinter sich.

Eingesetzt werden soll die neue Drehleiter vor allem zur Menschenrettung in Höhen, z.B. bei einem Brand, bei Löscharbeiten von oben, aber auch zum Ausleuchten oder zur Erkundung. Des Weiteren gehören zum Einsatzfeld die Beseitigung von gefährlichen Sturmschäden, aber auch der Klassiker, wie die Katze auf dem Baum.

Angeschafft wurde die Drehleiter als interkommunales Projekt der Städte Geseke und Warstein. Vom Beginn der Planung bis zur Abholung des Fahrzeugs vor wenigen Wochen in Karlsruhe lagen rund eineinhalb Jahre. Mitte April holte eine Delegation der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Geseke das Fahrzeug ab und wurde vor Ort in die neue Technik eingewiesen. Gekostet hat die neue Drehleiter knapp 700.000 Euro.

Um das neue und insgesamt 10,35 Meter lange Fahrzeug im Gerätehaus am Lindenweg unterstellen zu können, musste die Fahrzeughalle mit einem kleinen Anbau versehen werden. Das Gebäude stammt schließlich aus den 1960er Jahren, als die Einsatzfahrzeuge noch deutlich kleiner waren als heute. Um exakt 75 Zentimeter wurde daher ein Stellplatz der Fahrzeughalle verlängert. Dies geschah durch Ansetzen eines Holzrahmenbaus an der Südseite des Gebäudes." - [Quelle: Stadt Geseke]