Feuerwehr und Hospital zum Heiligen Geist üben gemeinsam den Ernstfall

Geseke, 19. September 2026 – Rund 40 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Geseke haben am Samstag, 19. September 2026, gemeinsam mit dem Personal des Hospital zum Heiligen Geist sowie Einsatzkräften von DRK und Maltesern eine umfangreiche Brandschutzübung durchgeführt. Ziel der Übung war es, die Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen im Falle eines Brandereignisses im Krankenhaus zu überprüfen und die Abläufe für einen möglichen Ernstfall zu trainieren.

Im Mittelpunkt standen dabei die Alarmierungs- und Kommunikationswege, die Abläufe der Brandschutzordnung des Hospitals sowie die Räumung eines Teilbereichs einer Station. Besonderes Augenmerk lag außerdem auf der Funktion von Brandschutzeinrichtungen, der sicheren Verlegung von Patienten durch verschiedene Brand- und Rauchabschnitte sowie der Zusammenarbeit zwischen Krankenhauspersonal und Feuerwehr.

Simulierter Brand auf Station 4

Gegen 10 Uhr wurde im Bereich der Zimmer 400 und 401, auf der derzeit nicht genutzten Station 4, ein Brandmelder ausgelöst. Gleichzeitig sorgten Nebelmaschinen für eine realitätsnahe Darstellung einer verrauchten Umgebung. Die im Krankenhaus tätigen Mitarbeiter wurden über die reguläre Alarmierung der Brandmeldeanlage, hausintern, auf das Übungsgeschehen aufmerksam gemacht.

Unmittelbar nach der Alarmierung begaben sich die zuständigen Brandschutzhelfer in den betroffenen Bereich und leiteten erste Evakuierungsmaßnahmen ein. Die Mitarbeiter des Krankenhauses trainierten dabei insbesondere die horizontale Evakuierung von Personen in einen sicheren Brandabschnitt.

Für die Übung wurden vom Personal des Krankenhauses insgesamt 15 „Opfer“ und 20 als „Retter“ eingesetzt. Diese stellten unter anderem Patienten in den betroffenen Patientenzimmern, Personen auf dem Flur sowie im Aufzug dar.

Feuerwehr übernimmt Einsatzstelle

Gegen 10:10 Uhr trafen die ersten Feuerwehr- und Rettungskräfte am Krankenhaus ein. Nach der ersten Lageerkundung übernahm die Feuerwehr die weitere Koordination der Einsatzmaßnahmen.

Für die Einsatzkräfte ergaben sich dabei mehrere unterschiedliche Aufgaben. Neben der Suche und Rettung von Personen aus dem verrauchten Bereich wurde die Brandbekämpfung simuliert. Gleichzeitig musste eine im Aufzug eingeschlossene Personengruppe gerettet werden.

Die Personenrettung erfolgte über verschiedene Wege und mit unterschiedlichen Rettungsmitteln. So wurden Statisten unter anderem mit Evakuierungsmatratzen und Tragetüchern über das Treppenhaus in Sicherheit gebracht. Weitere Personen wurden mithilfe der Drehleiter aus dem Gebäude gerettet. Auch die Befreiung der im Aufzug eingeschlossenen Personen wurde durch die Einsatzkräfte trainiert.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Organisation der Einsatzstelle und den Kommunikationswegen zwischen den beteiligten Einsatzkräften. Gerade bei einem Schadensereignis in einem Krankenhaus sind klare Kommunikationsstrukturen und eine enge Abstimmung zwischen dem Krankenhauspersonal und den Einsatzorganisationen von entscheidender Bedeutung.

Rettungsdienst übt Patientenversorgung

In die Übung waren neben Feuerwehr und Krankenhaus auch Kräfte des Deutschen Roten Kreuzes und der Malteser eingebunden. Ihre Aufgaben umfassten unter anderem die Sichtung der betroffenen Personen, die medizinische Versorgung sowie die Organisation eines möglichen Transports verletzter oder erkrankter Personen.

Übung erfolgreich beendet

Gegen 11:10 Uhr wurde das offizielle Ende der Übung bekannt gegeben. Anschließend wurden die Brandmeldeanlage zurückgestellt und die betroffenen Bereiche gelüftet. Bei einer ersten kurzen Nachbesprechung tauschten sich die Führungskräfte über den Ablauf und die gewonnenen Erkenntnisse aus.

Die Übung bot allen Beteiligten die Möglichkeit, bestehende Abläufe unter realitätsnahen Bedingungen zu überprüfen und wichtige Erfahrungen für einen tatsächlichen Einsatz zu sammeln.

Reale Patienten waren zu keinem Zeitpunkt Bestandteil der Übung und der normale Betrieb konnte ohne Einschränkungen fortgeführt werden.