Crash auf der A44 hat Spuren hinterlassen
Delbrücker Feuerwehr stellt Ersatzfahrzeug für Kameraden zur Verfügung
Wenn sich Florian Nagelmeier an jene Nacht auf der Autobahn 44 erinnert, ist ihm auch nach drei Wochen der Schreck noch ins Gesicht geschrieben. „Ich war bei einem Verkehrsunfall gemeinsam mit der Polizei ersteintreffend. Die winterlichen Straßenverhältnisse erschwerten den Einsatz massiv“, so der Leiter der Geseker Feuerwehr. Eis und Schnee sorgten dann auch für einen Folgeunfall, bei dem ein Streifenwagen und das Großfahrzeug des Löschzuges Geseke erheblich in Mitleidenschaft gezogen wurden.
„Von hinten kam ein Gespann heran und geriet ins Schleudern. Der Anhänger schleuderte erst in das Polzeiauto und dann gegen unser Fahrzeug. Die Feuerwehrkameraden konnten sich mit einem Sprung in Sicherheit bringen. Das ist das Wichtigste, niemand wurde verletzt, aber unser Feuerwehrauto hat es mächtig erwischt“ erinnert sich Florian Nagelmeier an die bangen Minuten nachts auf der Autobahn. Die Fahrerseite hat erhebliche Schäden davongetragen und es gab auch einen Schlag auf die Vorderachse. Radstand und Stand des Lenkrades passten nichts zusammen. „Das ist ein echter Schlag für uns. Nicht nur weil das Feuerwehrauto gerade mal ein Jahr war, sondern auch weil es eines unserer wichtigsten Fahrzeuge ist“ so der Chef von rund 255 Feuerwehrleuten.

Guter Rat war teuer, war doch schnell klar, dass das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug auf Basis eines Mercedes für die Reparatur zum Hersteller zurück muss. „Wir gehen davon aus, dass das Löschfahrzeug bis Ende April ausfallen und repariert wird“, holt Florian Nagelmeier tief Luft. Zur Schadenshöhe kann er noch keine Angaben machen. Geplant war, das neue Feuerwehrfahrzeug im Rahmen des Tages der offenen Tore bei der Feuerwehr in Geseke, am 25. April offiziell in Dienst zu stellen. Ob dies klappt steht noch in den Sternen. „Wir hoffen!“ so Nagelmeier.
Schon in der Nacht wurden erste Gespräche geführt, den der Leiter der benachbarten Feuerwehr Delbrück, Heinz Noje ist technischer Betriebsleiter am Geseker Bauhof und hatte in der Unfallnacht Dienst. „Das sah nicht gut aus. Der Schaden ist erheblich“, so Heinz Noje. Unbürokratisch und schnell wurde an einer Lösung gearbeitet, stand doch die Einsatzbereitschaft der Geseker Feuerwehr auf dem Spiel. Diese konnte aufrechterhalten werden: Die Delbrücker Feuerwehr ist im Besitz eines Ausbildungsfahrzeuges, das mit ein paar Handgriffen das gleiche Einsatzspektrum abdecken kann, wie das nun defekte Geseker Fahrzeug. „Im Winterhalbjahr wird eher im Bereich der Theorie ausgebildet, die Praxis wird dann erst wieder im Frühjahr geübt. Hierbei kommt das früher in Bentfeld stationierte Fahrzeug zum Einsatz. So lange können wir uns ohne Fahrzeug behelfen“, so Heinz Noje. Delbrücks Bürgermeister Johannes Lindhauer gab grünes Licht für die Leihe, so dass nun ein Delbrücker Löschfahrzeug auf den Straßen der Nachbarkommune unterwegs ist.
Das Delbrücker Fahrzeug verfügt über einen 2.200 Liter großen Wassertank und ist für technische Hilfeleistung wie Unfälle oder Unwetter ausgerüstet. „Die Hilfe war schnell und unbürokratisch. Toll, wie das unter den Feuerwehren funktioniert“, ist Florian Nagelmeier für die Hilfeleistung dankbar ebenso wie für die 100 Prozent wiederhergestellte Einsatzbereitschaft.
Quelle: NeueRegionale [14.02.2026]
